Was tun im medizinischen Notfall ?

Medizinischer Notfall in Portugal - das müssen Sie wissen

Der Krankenhausnotdienst kann nur in Anspruch genommen werden in ernste Situationen. Um Zugang zu Gesundheitsdiensten zu erhalten, müssen die Bürger der Europäischen Union, die nicht in Portugal ansässig sind, Ihren Reisepass oder Personalausweis vorlegen und die Europäische Krankenversicherungskarte


Für gesetzlich Versicherte aus der EU gilt folgendes:  Gesetzlich Versicherte werden mit der europäischen Krankenversicherungskarte in allen EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz im medizinischen Notfall ambulant oder stationär behandelt. Die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC .

( Quelle https://www.krankenkassen.de) 


Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) - Europaweiter Versicherungsschutz für gesetzlich Versicherte auf Reisen

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card - EHIC) können gesetzlich Krankenversicherte europaweit medizinische Leistungen erhalten. Die Karte gilt in allen Ländern der EU sowie einigen weiteren europäischen Staaten. Wer in Deutschland gesetzlich versichert ist, muss die Europäische Krankenversicherungskarte nicht beantragen. Sie ist automatisch auf der Rückseite der Versichertenkarte aufgedruckt.

Die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC hat europaweit einheitliche Merkmale, wie zum Beispiel das EU-Emblem und die Anordnung der Textfelder. Damit ist garantiert, dass die Karte in allen europäischen Mitgliedstaaten erkannt und angewandt werden kann. Innerhalb der EU ersetzt sie den früher notwendigen Auslandskrankenkschein. Der Versicherte erhält damit eine Behandlung durch das öffentliche System (Krankenhäuser und Ärzte) in anderen EU-Ländern. Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt aber nicht für Gesundheitsdienstleister aus dem privaten Sektor.

KARTE ZUHAUSE VERGESSEN ! ? -  Wer seine EHIC zuhause vergessen hat, muss sich zügig an seine Krankenkasse in Deutschland wenden und dort eine "Provisorische Ersatzbescheinigung die Europäische Krankenversicherungskarte (PEB)" anfordern. Diese Ersatzbescheinigung kann auch kurzfristig per Fax oder E-Mail verschickt werden. Die PEB legt der Patient dann beim behandelnden Arzt im Gastland vor.

Behandlung mit der Europäischen Krankenversicherungskarte : Die Vorlage der Europäischen Krankenversicherungs-karte genügt, um sich im europäischen Ausland bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung medizinisch behandeln zu lassen. Dann besteht ein Anspruch auf die Leistungen, die sich während des Aufenthalts im Gebiet eines anderen EU-Mitgliedstaates als medizinisch notwendig erweisen. Die anfallenden Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse des Patienten erstattet.

Die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC ersetzt die alten Formulare:

  • E 111 und E 111 B (für Touristen),
  • E 110 (für Mitarbeiter im internationalen Transportwesen),
  • E 128 (für in einen anderen Mitgliedstaat entsandte Erwerbstätige und Studenten)
  • E 119 nur für Sachleistungen (Formular für Arbeitslose bei Arbeitssuche in einem anderen Mitgliedstaat).

Doch hier ist Vorsicht geboten: Wenn Versicherte sich aus bestimmten Gründen bewusst für eine Behandlung im Ausland entscheiden, müssen sie mit der Krankenkasse zuvor klären, ob die Kosten übernommen werden. Dies gilt auch für Chroniker, wenn die Krankheit eine besondere medizinische Überwachung notwendig macht und den Einsatz besonderer Techniken oder Geräte erfordert (zum Beispiel bei Dialysebehandlungen). Der durch die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC abgedeckte Bereich gilt nur für die unmittelbar erforderliche medizinische Versorgung (zum Beispiel Beinbruch, kranker Zahn, Virusinfektion und ähnliche Notfälle) oder für die fortlaufende Versorgung bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes.

Die EHIC ist in folgenden Ländern gültig: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern sowie Großbritannien.


Informationen zur Kostenübernahme der medizinischen Behandlung 

Die Europäische Krankenversicherungskarte

Das Formular E111 mit dem der Anspruch auf Sachleistungen der Krankenversicherung bei Aufenthalt und Reisen in einem Mitgliedsstaat geltend gemacht werden konnte, wurde durch die Europäische Krankenversicherungskarte ersetzt. Für die europäische Krankenversicherungskarte gelten teilweise noch Übergangsfristen in denen eine provisorische Bescheinigung gültig ist. Wenn eine Person in einem anderen EU-Land einen Unfall hat oder krank wird, hat sie mit der europäischen Krankenversicherungskarte das Anrecht auf medizinisch notwendige Sachleistungen unter Berücksichtigung der Art der Leistungen und der voraussichtlichen Aufenthaltsdauer. Es besteht kein Anspruch auf Leistungen, wenn die Person nur wegen der Behandlung in das andere EU-Land gefahren ist. Mit der Karte kann die kranke Person direkt zum Arzt gehen, dieser muss die europäische Krankenversicherungskarte wie eine nationale Bescheinung anerkennen. Eine mögliche Kostenbeteiligung richtet sich nach den Vorschriften des Landes, wo die Person behandelt wird und muss gegebenfalls direkt vor Ort bezahlt werden. ( Quelle: https://www.krankenkassen.de)

Bestätigung der Kostenübernahme für eine geplante Behandlung im EU-Ausland

Mit dem Formular E 112 bescheinigt eine gesetzliche Krankenkasse die Bereitschaft zur Übernahme der Kosten für eine geplante ärztliche oder zahnärztliche Behandlung im Ausland. Während die gesetzliche Krankenversicherung früher vor allem gesundheitliche Notfälle bei Kurzaufenthalten im EU-Ausland abdeckte, können Versicherte nun auch geplante Behandlungen im Ausland vornehmen lassen.

Wer in einem EU-Land gesetzlich krankenversichert ist, hat in vielen Fällen auch in den anderen EU-Ländern das Recht auf Gesundheitsversorgung: Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) haben gesetzlich Versicherte bei Kurzaufenthalten im EU-Ausland das Recht auf ärztliche Versorgung im Notfall. Grenzgänger, Entsendete und Rentner können sich ärztlich oder zahnärztlich am Wohnort im EU-Ausland behandeln lassen. Neu ist die Möglichkeit, im EU-Ausland auch geplante Behandlungen vornehmen zu lassen.

Auch wenn eine vorherige Genehmigung durch die Krankenkassen nicht mehr in allen Fällen erforderlich ist, sollten Patienten stets vor Behandlungsbeginn Rücksprache mit ihrer Krankenkasse halten. Geplante Behandlungen im EU-Ausland haben den Vorteil, Lücken in der Gesundheitsversorgung des eigenen Landes zu schließen. Wenn eine notwendige medizinische Behandlung im eigenen Land nicht rechtzeitig möglich ist, muss die Krankenkasse der geplanten Behandlung im Ausland zustimmen.

Die Krankenversicherung des Heimatlandes bleibt für die Abrechnung der Kosten von Gesundheitsleistungen der richtige Ansprechpartner. Die eigene Krankenkasse bestätigt mit dem Formular E 112 ihre Bereitschaft zur Kostenübernahme. Allerdings muss die eigene Krankenkasse nicht die Kosten für jede Form der Gesundheitsversorgung im Ausland übernehmen. Keine Krankenkasse wird unbegründeten Kostenmehraufwand erstatten.

Wichtig: Während die Krankenkassen einiger Mitgliedstaaten E-Formulare verwenden, haben andere bereits auf das Format der Portablen Dokumente umgestellt. Beide Formen der Bestätigung sind ausreichend.( Quelle: https://www.krankenkassen.de)

Hier können Sie sich die Formulare herunterladen   →  https://www.krankenkassen.de/ausland/eformulare/


Privatversicherte 

Wichtig, damit Sie keine bösen Überraschungen erleben.  Wer in Deutschland privat versichert ist, bleibt auch in Portugal Privatpatient, daran ändert auch das staatlich finanzierte Gesundheitssystem nichts. Klären Sie daher grundsätzlich vor Ihren Reisen mit Ihrer privaten Krankenkasse ob und in welcher Höhe Ihre Versicherung die Kosten decken wird. (In EU Staaten bzw. weltweit)