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MADEIRA NATUR MOMENTE

Orte, die man nie vergisst


Uralte Wälder, blühende Gärten und Klippen, die senkrecht in den Atlantik stürzen: Madeira ist ein einziges Naturwunder. Wer Grün und Weite liebt, findet hier Augenblicke, die lange nachwirken. Wir nehmen Sie mit zum prähistorischen Lorbeerwald, in die schönsten Gärten und zu den spektakulärsten Aussichtspunkten der Insel – und sagen Ihnen, wie Sie entspannt hinkommen.


Der Lorbeerwald: eine Reise in die Urzeit

Der heimische Lorbeerwald, die Laurisilva, ist ein lebendiges Relikt aus dem Tertiär. Er stand hier schon, als die ersten portugiesischen Seefahrer Madeira entdeckten. Rund 15.000 Hektar bedeckt dieser urzeitliche Wald – sagenhafte 20 Prozent der gesamten Inselfläche. Schon der Name erzählt seine Geschichte: aus dem lateinischen laurus (Lorbeer) und silva (Wald).

Es ist kein gewöhnlicher Wald. Die Laurisilva ist UNESCO-Weltnaturerbe und gilt als prioritäres Habitat unter dem Namen "Macaronesia Laurissilvas" in der europäischen Habitat-Richtlinie. Regionale, nationale und internationale Gesetze wachen über diesen Schatz und seine seltene, endemische Pflanzen- und Tierwelt.

Wer ihn betritt, versteht sofort den Zauber. Die mächtigen Lorbeerbäume wachsen bis zu 40 Meter in die Höhe. Ihr dichtes, immergrünes Blätterdach lässt kaum Licht durch – eine Stimmung fast wie aus einem Märchen. Kletterfarne umschlingen die Stämme, Moos bedeckt den Boden wie ein grüner Teppich. Dazwischen der Gesang endemischer Vögel und das leise Flattern seltener Schmetterlinge. Ein Erlebnis für alle Sinne.

Vereda do Fanal (PR 13): der mystische Wald

Hoch oben auf dem Plateau Paúl da Serra, auf rund 1.400 Metern Höhe, liegt einer der fotogensten Orte der Insel. Die knorrigen, uralten Bäume (Laurus novocanariensis) sind weithin berühmt – oft in dramatischen, geradezu surrealen Nebel gehüllt. Für Wanderfreunde ist es eine moderate Tour von 11 Kilometern, rund vier bis fünf Stunden unterwegs. Alle Details liefert der "Wanderführer Madeira: Vereda do Fanal PR 13 – Mystischer Wald".

Vereda dos Balcões (PR 11): leicht und schön

Dieser Weg ist ideal für alle, die es ruhig mögen. Er ist komplett flach und misst gerade einmal 1,5 Kilometer pro Strecke – drei Kilometer hin und zurück. Kondition braucht es also keine, das Erlebnis ist trotzdem groß. Das Plätschern der Levada begleitet Sie, während Sie nach dem endemischen Madeira-Wintergoldhähnchen (dem "Madeirischen Schneekönig") und nach Buchfinken Ausschau halten. Mehr dazu im "Wanderführer Madeira: Vereda dos Balcões PR 11 – Leicht & Schön".

Gut vorbereitet in den Wald

Ein wenig Planung macht den Ausflug rundum entspannt. Der Lorbeerwald liegt vor allem an der Nordküste, zwischen 300 und 1.300 Metern Höhe. Dort ist es feuchter und kühler als im Rest der Insel. Packen Sie deshalb eine Regenjacke und Schuhe mit gutem Grip ein – der Waldboden verzeiht keine Rutschpartien.

Und ein organisatorischer Hinweis vorab: Für die offiziellen PR-Wege wie PR 11 und PR 13 ist eine Online-Anmeldung über das SIMplifica-Portal Pflicht. Besucher ab 12 Jahren zahlen eine kleine Eintrittsgebühr von 3,00 Euro – ein Beitrag, der direkt in den Schutz dieses einzigartigen Habitats fließt.


Madeiras schönste Gärten

Madeira macht seinem Namen als "Blumeninsel" alle Ehre. Vulkanische Böden und ein mildes Klima schaffen perfekte Bedingungen für exotische und endemische Pflanzen. Hier blüht es praktisch das ganze Jahr.

Monte Palace Tropical Garden

Auf rund 550 Metern Höhe, hoch über Funchal im Ort Monte, erstreckt sich dieser Garten über gewaltige 70.000 Quadratmeter. Pflanzen aus allen Ecken der Welt haben hier ihre zweite Heimat gefunden. Mittendrin liegt ein lebendiger See: Hühner, Pfauen, Enten und Schwäne bewegen sich frei, als gehöre ihnen der Ort. Dazu kommt ein dreistöckiges Museum – zwei Etagen voller Skulpturen, eine ganze Etage einer weltweiten Mineraliensammlung gewidmet, ergänzt um asiatische Elemente mit fernöstlichem Flair. Wie Sie am entspanntesten hinkommen, erklärt der Artikel "Die Fahrt mit der Seilbahn von Funchal nach Monte – so geht's".

Botanischer Garten Funchal (Jardim Botânico)

Auf dem historischen Anwesen der Familie Reid, der Quinta do Bom Sucesso, liegt dieser Garten auf 200 bis 350 Metern Höhe, nur rund drei Kilometer vom Zentrum entfernt. Über 2.500 Pflanzenarten aus allen Kontinenten warten hier auf Entdecker. Der Garten ist klug in fünf Bereiche gegliedert: das Arboretum mit Gewächsen aus dem Himalaya und den Tropen, einheimische und endemische Pflanzen Madeiras, Sukkulenten aus Südamerika, tropische und medizinische Gewächse sowie ein Bereich voller tropischer Früchte wie Mango, Papaya, Avocado, Kaffee und Zuckerrohr.

Geöffnet ist täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr. Die spektakulärste Anreise gelingt mit der Seilbahn "Teleférico Jardim Botânico" ab Monte: nur 1,6 Kilometer lang, rund zehn Minuten Fahrt, für etwa 8 Euro hin und zurück – der Ausblick ist unbezahlbar. Wer es bodenständiger mag, nimmt die Buslinien 29, 30 oder 31 und ist in 15 bis 20 Minuten für rund 2 Euro am Ziel. Taxi oder Uber kosten je nach Startpunkt zwischen 6 und 12 Euro.

Rosengarten Quinta do Arco

An der Nordküste, in Arco de São Jorge, liegt die größte Rosensammlung Portugals. Über 1.700 Rosenarten und mehr als 1.000 verschiedene Sorten wachsen hier – alte Klassiker, moderne Züchtungen und prächtige Kletterrosen inklusive. Nicht ohne Grund hat die World Federation of Rose Societies den Garten als "Garten der Exzellenz" ausgezeichnet. Geöffnet ist die Anlage von April bis Dezember, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr; der Zugang führt über das Hotelrestaurant der Pestana Group. Wie Sie auch ohne Mietwagen hinkommen, verrät "Madeira mit dem Bus entdecken: Arco de São Jorge".

Quinta do Santo da Serra

Rund 18 Kilometer von Funchal entfernt liegt diese weitläufige öffentliche Anlage, ursprünglich im späten 19. Jahrhundert von der berühmten Wein-Familie Blandy angelegt. Üppige Vegetation mit Azaleen, Rhododendren und Kamelien prägt das Bild. Das Besondere: Pfauen, Damhirsche und die traditionellen Garrano-Pferde bewegen sich frei in ihrem Lebensraum. Ein Miradouro schenkt zudem einen Panoramablick auf Machico, die Halbinsel Ponta de São Lourenço und an klaren Tagen bis nach Porto Santo. Der Eintritt ist kostenlos, geöffnet ist meist von 09:00 bis 18:00 Uhr. Bequem erreichbar mit der Buslinie 77 ab Funchal – rund 40 Minuten Fahrt, Kosten zwischen 2 und 3 Euro.

Grüne Oasen mitten in Funchal

Auch die Stadt selbst ist grün. Der Jardim de Santa Catarina ist ein 36.000 Quadratmeter großer Park mit wunderschönen Blumenbeeten, exotischen Bäumen und einem Ausblick über den Hafen, der jede Kamera zum Leuchten bringt. Ganz in der Nähe liegen zwei Gärten wie zwei Welten: die Quinta Vigia, Residenz des Präsidenten, mit atemberaubenden Küstenblicken, und die Quinta Magnolia mit gewundenen Wegen und viel historischem Charme.

Die beste Zeit für Blumenfreunde

Auch wenn die Insel fast ganzjährig blüht: Mai und Juni sind die absolute Hauptblütezeit – und damit die beste Reisezeit für alle Blumenfans. Ein Höhepunkt ist das jährliche "Blumenfest auf Madeira" (Festa da Flor) im April oder Mai, ein Fest für alle Sinne und der perfekte Abschluss jeder Garten-Tour.


Parque Ecológico do Funchal: die grüne Lunge

Direkt über den Dächern Funchals liegt ein Rückzugsort, den viele Reisende gar nicht auf dem Schirm haben. Die Dimensionen sind beeindruckend: 10.000 Hektar Fläche, verteilt über Höhenlagen von 470 bis hinauf zu 1.818 Metern. Offiziell gegründet wurde das Naturschutzgebiet 1994.

Seine Geschichte beginnt jedoch viel früher. Schon 1918 wurde das Gebiet erstmals geschützt, damals zur Sicherung der Wasserversorgung der Stadt. Heute steht ein anderes Ziel im Fokus: die Wiederaufforstung. Nach den verheerenden Bränden von 2010 und 2016 holen intensive Projekte die Natur zurück – Baum für Baum. Der Park ist längst mehr als Kulisse: ein geschützter Rückzugsort für endemische Pflanzen und Tiere und ein wichtiges Refugium für heimische Vogelarten.

Wissen wird hier großgeschrieben. Der Park bietet Umweltbildungsprogramme für Schulklassen, Kinder und Erwachsene. Wer mag, packt selbst mit an – beim Bäumepflanzen oder in der parkeigenen Gärtnerei. Ihren Besuch starten Sie am besten im Empfangszentrum, wo audiovisuelle und interaktive Präsentationen das Ökosystem greifbar machen.

Aktiv in der Natur

Zwei Wanderwege stehen für zwei ganz unterschiedliche Erlebnisse. Der PR3 "Vereda do Burro" führt hinauf zum Pico do Areeiro, dem dritthöchsten Gipfel der Insel – ein Weg für alle, die es hoch hinaus mögen. Der PR4 "Levada do Barreiro" führt an einem Kulturschatz vorbei: dem "Poço da Neve", einer historischen Schnee- und Eislager-Anlage, die zwischen 1630 und 1940 in Betrieb war.

Wer es sportlicher mag, findet entlang der Ribeira das Cales erstklassige Canyoning-Spots mit glasklaren Pools und Wasserfällen. Trailrunning-Fans erwarten anspruchsvolle Strecken mit bis zu 19 Kilometern Länge und satten 835 Höhenmetern. Das ist kein Weg für Einsteiger – aber ein Traum für alle, die die Herausforderung suchen. Wer unsicher ist, startet am besten geführt.

Praktisch und günstig

Die beste Nachricht zuerst: Der Eintritt ist kostenlos. Geöffnet ist der Park täglich von 08:30 bis 19:00 Uhr, nur bei schlechtem Wetter bleiben die Tore geschlossen. Die Adresse lautet Regionalstraße 103, Nr. 259, Ribeira das Cales, Monte, Funchal. Mit den Buslinien 56 oder 103 kommen Sie direkt von Funchal aus hin, Abfahrt am Terminal nahe dem Parkhaus Almirante Reis.


Ponta de São Lourenço: die Küstenwüste

Das ist nicht das Madeira, das man erwartet. Die östlichste Halbinsel der Insel zeigt sich rau, vulkanisch und beinahe wüstenhaft – ein völliger Gegensatz zu den feuchten Lorbeerwäldern. Ein semi-arides Klima prägt die Landschaft, dazu niedrige, krautige Vegetation, die sich tapfer gegen Wind und Trockenheit behauptet. Schon 1982 wurde die Halbinsel als Teilreservat unter Naturschutz gestellt.

Was karg wirkt, ist ein Pflanzenparadies. Rund 140 Pflanzenarten haben hier ihre Heimat, 31 davon sind endemisch – sie wachsen exklusiv hier und nirgendwo sonst. Besonders bemerkenswert sind die seltene Matthiola maderensis (Madeira-Levkoje) und der Echium nervosum (Madeira-Natternkopf), beide wahre Überlebenskünstler.

Auch Vogelfreunde kommen auf ihre Kosten. Die schroffen Felswände sind ein wichtiges Brutgebiet für geschützte Seevögel, darunter der Gelbschnabel-Sturmtaucher (Cory-Sturmtaucher) und der Bulwersturmvogel. In den unberührten Gewässern rundherum findet zudem die stark gefährdete Mittelmeer-Mönchsrobbe einen ihrer letzten sicheren Rückzugsorte – mit etwas Glück lässt sie sich beobachten.

Die vulkanische Herkunft zeigt sich eindrucksvoll in den durch Erosion geformten Basaltformationen in kräftigem Rot, Braun und tiefem Schwarz. Vor der Küste liegen zwei kleine, streng geschützte Inselchen: das Ilhéu do Desembarcadouro (auch Cevada genannt) und das Ilhéu do Farol (Fora).

Praktisch gilt: Mit der Buslinie 113 (SIGA / CAM) geht es über das ehemalige Walfang-Dorf Caniçal bequem zum Reservat. Der beste Weg zu den Aussichtspunkten führt über den offiziellen Wanderweg PR 8. Für den Zugang wird eine Naturschutzgebühr von 3,00 Euro für Besucher über 12 Jahren fällig, zahlbar über das SIMplifica-Portal. Alle Streckendetails finden Sie im "Wanderführer Madeira: Vereda da Ponta de São Lourenço PR 8".


Magische Aussichtspunkte und Sonnenuntergänge

Klippen, die hunderte Meter senkrecht in den Atlantik fallen. Gipfel, die über der Wolkendecke thronen. Die raue, vulkanische Topografie der Insel schafft perfekte Bedingungen für Weltklasse-Panoramen. Hier sind die schönsten "Miradouros" der Insel.

Pico do Areeiro: der Ort für den Sonnenaufgang

Der Gipfel liegt auf 1.817 Metern im Zentralmassiv und bietet ein 360-Grad-Panorama über den Atlantik, bis hin zum Pico Ruivo. Er ist der absolute Hotspot für Sonnenaufgänge: Die Farben des Himmels verwandeln sich dramatisch, und oft steht man magisch direkt über den Wolken – ein Anblick, der jede Müdigkeit vergessen lässt. Für Frühaufsteher gibt es geführte Transfers, etwa ab Funchal, die Wanderer pünktlich im Dunkeln zum Gipfel bringen. Im Anschluss lässt sich direkt die spektakuläre Wanderung PR 1 starten. Mehr dazu in "Madeira mit dem Bus entdecken: Pico do Areeiro" und im "Wanderführer Madeira: Vereda do Areeiro PR 1".

Cabo Girão: Skywalk über dem Abgrund

Mit rund 580 bis 600 Metern vertikaler Fallhöhe gehört das Cabo Girão zu den höchsten Steilklippen Europas und der Welt. Die freischwebende Aussichtsplattform mit Glasboden, der Skywalk, erlaubt einen Blick direkt senkrecht in die Tiefe. Wer nicht schwindelfrei ist, genießt den Ausblick einfach vom festen Rand – auch von dort ist er grandios. Geöffnet ist die Plattform täglich von 9:00 bis 20:00 Uhr, der Eintritt kostet 2 Euro pro Person ab 12 Jahren. Ein besonderer Tipp für den Abend: Katamaran-Touren ab Funchal fahren direkt unterhalb der gigantischen Klippen entlang – ein Bild, das man so schnell nicht vergisst.

Geheimtipps im Norden und Osten

Der Miradouro do Guindaste an der Nordküste (Faial) verfügt ebenfalls über einen Glasboden und bietet einmalige Blicke auf steil abfallende Klippen und den rauen Atlantik. Mehr im Guide "Madeira mit dem Bus entdecken: Faial". Die felsige Halbinsel Ponta de São Lourenço im Osten ist ein grandioser Ort, um die wilden Küstenlinien zu überblicken – meist auf der PR 8 begangen. Und im äußersten Westen gilt der Leuchtturm von Ponta do Pargo als klassischer Hotspot für Sonnenuntergänge. Das nahe Achadas da Cruz bietet dagegen eine sehr ruhige Umgebung, fernab der Massen, für ungestörte Blicke aufs Meer.

Der perfekte Fototag

Wer Madeira in seinem besten Licht erleben möchte, teilt sich den Tag geschickt auf: den frühen Morgen über den Wolken auf dem Pico do Areeiro, den Tag auf dem gläsernen Boden des Cabo Girão oder am Miradouro do Guindaste, den Abend auf einem Katamaran oder an der äußersten Westküste. Sonnenaufgangs-Transfers und Bootstouren lassen sich direkt über den Guide "Madeira Ausflüge und Aktivitäten" buchen.

Ob uralter Nebelwald, blühender Garten oder Klippe über dem Meer: Madeira schenkt Naturmomente, die man so kein zweites Mal erlebt.

Wanderung durch die Zeit: Ein Guide zu Madeiras uraltem Lorbeerwald

Eintauchen in eine prähistorische Welt

Zeitreise gefällig? Der heimische Lorbeerwald – die Laurisilva – ist ein lebendiges Relikt aus dem Tertiär. Er stand schon, als die ersten portugiesischen Seefahrer Madeira entdeckten!

Rund 15.000 Hektar bedeckt dieser urzeitliche Wald – das sind sagenhafte 20 Prozent der gesamten Inselfläche. Der Name selbst erzählt die Geschichte: aus dem lateinischen "laurus" (Lorbeer) und "silva" (Wald).



Ein streng geschütztes europäisches Habitat

Kein gewöhnlicher Wald! Die Laurisilva ist UNESCO-Weltnaturerbe und gilt als prioritäres Habitat unter dem Namen "Macaronesia Laurissilvas" in der europäischen Habitat-Richtlinie.

Regionale, nationale und internationale Gesetze wachen über diesen Schatz – zum Schutz seiner seltenen, endemischen Pflanzen- und Tierwelt.



Die mystische Atmosphäre des Lorbeerwalds

Riesen, so weit das Auge reicht! Die mächtigen Lorbeerbäume wachsen bis zu 40 Meter in die Höhe. Ihr dichtes, immergrünes Blätterdach lässt kaum Licht durch – und genau das macht die Stimmung so magisch, fast wie aus einem Märchen.

Kletterfarne umschlingen die Baumstämme, Moos bedeckt den Waldboden wie ein grüner Teppich. Dazwischen: der Gesang endemischer Vögel und das leise Flattern seltener Schmetterlinge. Ein Erlebnis für alle Sinne!



Das Erlebnis: Die schönsten zugänglichen Wanderwege


Vereda do Fanal (PR 13) – Der mystische Wald

Hoch oben auf dem Plateau Paúl da Serra, auf rund 1.400 Metern Höhe, liegt einer der fotogensten Orte der Insel. Die knorrigen, uralten Bäume (Laurus novocanariensis) sind berühmt-berüchtigt – oft in dramatischen, geradezu surrealen Nebel gehüllt.

Für Wanderfans: eine moderate Tour von 11 Kilometern, rund 4 bis 5 Stunden unterwegs.

Tipp: Alle Details zur Route findest du in unserem Wanderführer "Wanderführer Madeira: Vereda do Fanal PR 13 – Mystischer Wald".

Vereda dos Balcões (PR 11) – Leicht, flach und perfekt für Vogelbeobachter

Kein Kondition nötig, volles Erlebnis garantiert! Dieser Weg ist extrem einfach, komplett flach und misst gerade einmal 1,5 Kilometer pro Strecke – 3 Kilometer hin und zurück.

Ein Paradies für Vogelfreunde: Das Plätschern der Levada begleitet dich, während du Ausschau nach dem endemischen Madeira-Wintergoldhähnchen (dem "Madeirischen Schneekönig") und Buchfinken hältst.

Tipp: Alle Details zur Route findest du in unserem Wanderführer "Wanderführer Madeira: Vereda dos Balcões PR 11 – Leicht & Schön".


Praktische Tipps 

Wetter und Packliste

Der Lorbeerwald liegt vor allem an der Nordküste, zwischen 300 und 1.300 Metern Höhe – und das macht sich bemerkbar: feuchter und kühler als der Rest der Insel. Also unbedingt einpacken: eine Regenjacke und Schuhe mit gutem Grip. Der Waldboden verzeiht keine Rutschpartien!

Regeln, Anmeldung und Gebühren (SIMplifica)

Wichtig zu wissen, bevor es losgeht: Für die offiziellen PR-Wege wie PR 11 und PR 13 ist eine Online-Anmeldung über das SIMplifica-Portal Pflicht.

Und noch etwas: Besucher ab 12 Jahren zahlen eine Eintrittsgebühr von 3,00 € – ein kleiner Beitrag, der den fortwährenden Schutz dieses einzigartigen Habitats sichert.

Die schönsten Gärten auf Madeira: Ein Paradies für Natur- und Blumenliebhaber

Grün, so weit das Auge reicht! Madeira macht seinem Namen als "Blumeninsel" wirklich alle Ehre – hier blüht es das ganze Jahr über. Von tropischen Oasen hoch über Funchal bis zu einem Rosengarten an der Nordküste, der seinesgleichen sucht: Diese Insel ist ein einziges Blütenfest. Wir zeigen dir die eindrucksvollsten grünen Ecken Madeiras – und wie du am besten hinkommst.


Monte Palace Tropical Garden – Exotik und Kunst über den Dächern Funchals

Ein Garten wie aus einem anderen Universum! Auf rund 550 Metern Höhe, hoch über Funchal im Ort Monte, erstreckt sich der Monte Palace Tropical Garden über gewaltige 70.000 Quadratmeter. Pflanzen aus allen Ecken der Welt haben hier ihre zweite Heimat gefunden.

Mittendrin: ein See, auf dem es richtig lebendig zugeht. Hühner, Pfauen, Enten und Schwäne laufen und schwimmen frei herum, als gehöre ihnen der Ort.

Doch der Garten kann noch mehr als Natur. Ein dreistöckiges Museum wartet auf Besucher – zwei Etagen voller Skulpturen, eine ganze Etage einer weltweiten Mineraliensammlung gewidmet. Dazu asiatische Elemente, die dem Ganzen einen fernöstlichen Touch verleihen.

Tipp: Wie du am entspanntesten hinkommst, liest du in unserem Artikel "Die Fahrt mit der Seilbahn von Funchal nach Monte – so geht's".


Botanischer Garten Funchal (Jardim Botânico) 

Pflanzenvielfalt auf 35.000 Quadratmetern

Auf dem historischen Anwesen Quinta do Bom Sucesso, zwischen 200 und 350 Metern Höhe und nur rund 3 Kilometer vom Zentrum entfernt, liegt eine der grünsten Attraktionen der Insel.

Über 2.500 Pflanzenarten aus allen Kontinenten warten hier auf Entdecker! Der Garten ist klug aufgeteilt: Arboretum, Sukkulenten, einheimische und endemische Pflanzen, tropische und medizinische Gewächse – und ein Bereich voller tropischer Früchte wie Mango, Papaya, Avocado und Kaffee.

Geöffnet ist täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr.

Anreise zum Botanischen Garten

Die spektakulärste Variante: mit der Seilbahn "Teleférico Jardim Botânico" ab Monte. Nur 1,6 Kilometer lang, rund 10 Minuten Fahrtzeit, und der Ausblick unterwegs ist unbezahlbar – Preis: ca. 8 € für Hin- und Rückfahrt.

Wer es bodenständiger mag: Die Buslinien 29, 30 oder 31 bringen dich in 15 bis 20 Minuten für rund 2 € ans Ziel. Taxi oder Uber kosten je nach Startpunkt zwischen 6 und 12 €.


Rosengarten Quinta do Arco (Arco de São Jorge) – Die größte Rosensammlung Portugals

Für Rosenliebhaber führt kein Weg daran vorbei! An der Nordküste Madeiras liegt ein Garten, der sich zu Recht "Garten der Exzellenz" nennen darf.

Über 1.700 Rosenarten und mehr als 1.000 verschiedene Rosensorten wachsen hier – alte Klassiker, moderne Züchtungen und prächtige Kletterrosen inklusive.

Geöffnet ist die Anlage von April bis Dezember, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr. Der Zugang führt über das Hotelrestaurant der Pestana Group.

Tipp: Wie du auch ohne Mietwagen hinkommst, verrät dir unser Artikel "Madeira mit dem Bus entdecken: Arco de São Jorge".


Weitere grüne Oasen für entspannte Spaziergänge in Funchal

Jardim de Santa Catarina

Mitten in Funchal wartet ein 36.000 Quadratmeter großer Park mit einer echten Überraschung: wunderschöne Blumenbeete, exotische Baumarten – und ein Ausblick über den Hafen, der jede Kamera zum Glühen bringt.

Quinta Vigia und Quinta Magnolia

Zwei Gärten, zwei Welten. Die Quinta Vigia, Residenz des Präsidenten, punktet mit atemberaubenden Küstenblicken. Die Quinta Magnolia dagegen verzaubert mit gewundenen Wegen und jeder Menge historischem Charme.


Praktische Tipps für Blumenliebhaber

Wer die Insel in voller Blütenpracht erleben will, sollte sich den Kalender rot markieren: Mai und Juni sind die absolute Hauptblütezeit – und damit die beste Reisezeit für alle Blumenfans.

Und noch ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte: das jährliche "Blumenfest auf Madeira" (Festa da Flor) im April/Mai. Ein Fest für alle Sinne – und der perfekte Abschluss jeder Garten-Tour durch die Blumeninsel!

Grün, so weit das Auge reicht! Madeira macht seinem Namen als "Blumeninsel" wirklich alle Ehre – hier blüht es das ganze Jahr über. Von tropischen Oasen hoch über Funchal bis zu einem Rosengarten an der Nordküste, der seinesgleichen sucht: Diese Insel ist ein einziges Blütenfest. Wir zeigen dir die eindrucksvollsten grünen Ecken Madeiras – und wie du am besten hinkommst.


Monte Palace Tropical Garden – Exotik und Kunst über den Dächern Funchals

Ein Garten wie aus einem anderen Universum! Auf rund 550 Metern Höhe, hoch über Funchal im Ort Monte, erstreckt sich der Monte Palace Tropical Garden über gewaltige 70.000 Quadratmeter. Pflanzen aus allen Ecken der Welt haben hier ihre zweite Heimat gefunden.

Mittendrin: ein See, auf dem es richtig lebendig zugeht. Hühner, Pfauen, Enten und Schwäne laufen und schwimmen frei herum, als gehöre ihnen der Ort.

Doch der Garten kann noch mehr als Natur. Ein dreistöckiges Museum wartet auf Besucher – zwei Etagen voller Skulpturen, eine ganze Etage einer weltweiten Mineraliensammlung gewidmet. Dazu asiatische Elemente, die dem Ganzen einen fernöstlichen Touch verleihen.

Tipp: Wie du am entspanntesten hinkommst, liest du in unserem Artikel "Die Fahrt mit der Seilbahn von Funchal nach Monte – so geht's".


Botanischer Garten Funchal (Jardim Botânico) 

Pflanzenvielfalt auf 35.000 Quadratmetern

Auf dem historischen Anwesen Quinta do Bom Sucesso, zwischen 200 und 350 Metern Höhe und nur rund 3 Kilometer vom Zentrum entfernt, liegt eine der grünsten Attraktionen der Insel.

Über 2.500 Pflanzenarten aus allen Kontinenten warten hier auf Entdecker! Der Garten ist klug aufgeteilt: Arboretum, Sukkulenten, einheimische und endemische Pflanzen, tropische und medizinische Gewächse – und ein Bereich voller tropischer Früchte wie Mango, Papaya, Avocado und Kaffee.

Geöffnet ist täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr.

Anreise zum Botanischen Garten

Die spektakulärste Variante: mit der Seilbahn "Teleférico Jardim Botânico" ab Monte. Nur 1,6 Kilometer lang, rund 10 Minuten Fahrtzeit, und der Ausblick unterwegs ist unbezahlbar – Preis: ca. 8 € für Hin- und Rückfahrt.

Wer es bodenständiger mag: Die Buslinien 29, 30 oder 31 bringen dich in 15 bis 20 Minuten für rund 2 € ans Ziel. Taxi oder Uber kosten je nach Startpunkt zwischen 6 und 12 €.


Rosengarten Quinta do Arco (Arco de São Jorge) – Die größte Rosensammlung Portugals

Für Rosenliebhaber führt kein Weg daran vorbei! An der Nordküste Madeiras liegt ein Garten, der sich zu Recht "Garten der Exzellenz" nennen darf.

Über 1.700 Rosenarten und mehr als 1.000 verschiedene Rosensorten wachsen hier – alte Klassiker, moderne Züchtungen und prächtige Kletterrosen inklusive.

Geöffnet ist die Anlage von April bis Dezember, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr. Der Zugang führt über das Hotelrestaurant der Pestana Group.

Tipp: Wie du auch ohne Mietwagen hinkommst, verrät dir unser Artikel "Madeira mit dem Bus entdecken: Arco de São Jorge".


Weitere grüne Oasen für entspannte Spaziergänge in Funchal

Jardim de Santa Catarina

Mitten in Funchal wartet ein 36.000 Quadratmeter großer Park mit einer echten Überraschung: wunderschöne Blumenbeete, exotische Baumarten – und ein Ausblick über den Hafen, der jede Kamera zum Glühen bringt.

Quinta Vigia und Quinta Magnolia

Zwei Gärten, zwei Welten. Die Quinta Vigia, Residenz des Präsidenten, punktet mit atemberaubenden Küstenblicken. Die Quinta Magnolia dagegen verzaubert mit gewundenen Wegen und jeder Menge historischem Charme.


Praktische Tipps für Blumenliebhaber

Wer die Insel in voller Blütenpracht erleben will, sollte sich den Kalender rot markieren: Mai und Juni sind die absolute Hauptblütezeit – und damit die beste Reisezeit für alle Blumenfans.

Und noch ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte: das jährliche "Blumenfest auf Madeira" (Festa da Flor) im April/Mai. Ein Fest für alle Sinne – und der perfekte Abschluss jeder Garten-Tour durch die Blumeninsel!

Parque Ecológico do Funchal: Madeiras grüne Lunge über der Hauptstadt

Direkt über den Dächern Funchals liegt ein Rückzugsort, den kaum ein Tourist auf dem Schirm hat! Der Parque Ecológico do Funchal schwebt förmlich über der Hauptstadt – ein grünes Refugium, so weit das Auge reicht.

Die Dimensionen sprechen für sich: 10.000 Hektar Fläche, verteilt über Höhenlagen von 470 bis hinauf zu 1.818 Metern. Offiziell gegründet wurde das Naturschutzgebiet 1994 – seither ein geschützter Rückzugsort für Natur pur.


Naturschutz und Wiederaufforstung

Diese Geschichte beginnt viel früher, als man denkt! Schon 1918 wurde das Gebiet erstmals unter Schutz gestellt – damals, um die Wasserversorgung der Stadt zu sichern.

Heute steht ein anderer Kampf im Fokus: die Wiederaufforstung. Nach den verheerenden Bränden von 2010 und 2016 laufen intensive Projekte, um die Natur zurückzuholen – Baum für Baum, Fläche für Fläche.

Der Park ist längst mehr als nur grüne Kulisse. Er ist ein streng geschützter Rückzugsort für endemische Pflanzen und Tiere – und ein entscheidendes Refugium für heimische Vogelarten.


Umweltbildung und Bewusstsein

Wissen, das bleibt! Der Park bietet gezielte Umweltbildungsprogramme an – für Schulklassen, Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Wer mitmachen will, kann es auch: Bei aktiven Programmen wie dem Bäumepflanzen oder der Aufzucht endemischer Pflanzen in der parkeigenen Gärtnerei packen Besucher selbst mit an.

Tipp: Starte deinen Besuch am besten im Empfangszentrum. Dort erwarten dich audiovisuelle und interaktive Präsentationen, die das gesamte Ökosystem greifbar machen.


Aktivitäten in der Natur: Wandern, Canyoning und Trailrunning


Die besten Wanderwege (PR3 & PR4)

Zwei Wege, zwei völlig unterschiedliche Erlebnisse! Der PR3 "Vereda do Burro" führt dich bis hinauf zum Pico do Areeiro – dem dritthöchsten Gipfel der Insel. Ein Weg für alle, die es hoch hinaus mögen.

Der PR4 "Levada do Barreiro" führt an einem echten Kulturschatz vorbei: dem "Poço da Neve", einer historischen Schnee- und Eislager-Anlage, die zwischen 1630 und 1940 in Betrieb war. Geschichte zum Anfassen!

Abenteuersport (Canyoning & Trailrunning)

Wer's actionreicher mag, wird hier fündig! Entlang der Ribeira das Cales warten erstklassige Canyoning-Spots – glasklare Pools und Wasserfälle inklusive.

Und für alle Trailrunning-Fans: anspruchsvolle Strecken mit bis zu 19 Kilometern Länge und satten 835 Höhenmetern. Kein Weg für Anfänger – aber ein Traum für alle, die Herausforderung suchen.


Praktische Informationen und Anfahrt


Öffnungszeiten und Eintritt

Beste Nachricht zuerst: Der Eintritt ist komplett kostenlos! Geöffnet ist der Park täglich von 08:30 bis 19:00 Uhr – nur bei schlechtem Wetter bleiben die Tore geschlossen.

Adresse: Regionalstraße 103, Nr. 259, Ribeira das Cales, Monte, Funchal.

Anreise mit dem Bus

Unkompliziert und günstig: Mit den Buslinien 56 oder 103 kommst du direkt von Funchal aus zum Park – Abfahrt am Terminal nahe dem Parkhaus Almirante Reis.

Tipp: Alle Details zu den Abfahrtsorten findest du in unserem Guide "Die Abfahrtsorte der regionalen Busse in Funchal".

Ponta de São Lourenço: Entdeckung der einzigartigen Küstenwüste Madeiras

Ein dramatischer Kontrast zum grünen Madeira

Das ist nicht das Madeira, das du kennst! Die östlichste Halbinsel der Insel zeigt sich rau, vulkanisch und wüstenhaft – ein völliger Gegensatz zu den feuchten, dichten Lorbeerwäldern, für die Madeira sonst berühmt ist.

Ein semi-arides Klima prägt diese Landschaft, dazu niedrige, krautige Vegetation, die sich tapfer gegen Wind und Trockenheit behauptet. Schon 1982 erkannte man das Besondere dieses Ortes: Die Halbinsel wurde als Teilreservat unter Naturschutz gestellt.


Ein Hotspot der botanischen Vielfalt

Karg? Von wegen! Was auf den ersten Blick trostlos wirkt, entpuppt sich als echtes Pflanzenparadies: Rund 140 verschiedene Pflanzenarten haben hier ihre Heimat gefunden.

Besonders bemerkenswert: 31 dieser Arten sind endemisch – sie wachsen exklusiv hier und nirgendwo sonst auf der Welt!

Zwei Exemplare stechen besonders hervor: die seltene Matthiola maderensis (Madeira-Levkoje) und der Echium nervosum (Madeira-Natternkopf). Beide trotzen Jahr für Jahr den rauen Nordwinden – wahre Überlebenskünstler.


Vogelbeobachtung und geschützte Meeresbewohner

Seltene Seevögel an den Klippen

Ein Paradies für Vogelbeobachter! Die schroffen Felswände der Halbinsel sind ein immens wichtiges Brutgebiet für geschützte Meeresvögel.

Zwei Namen sollten sich Birdwatcher notieren: der Gelbschnabel-Sturmtaucher (Cory-Sturmtaucher) und der Bulwersturmvogel. Beide zählen zu den absoluten Highlights dieser Region.

Die vom Aussterben bedrohte Mönchsrobbe

Ein Geschenk für Glückliche! In den unberührten Gewässern rund um die Halbinsel können Naturbeobachter mit etwas Glück die stark gefährdete Mittelmeer-Mönchsrobbe entdecken. Hier, fernab von Trubel und Störung, findet sie einen ihrer letzten sicheren Rückzugsorte.


Vulkanische Geologie und die isolierten Inselchen

Millionen Jahre Erdgeschichte, sichtbar auf einen Blick! Die vulkanische Herkunft dieser Region zeigt sich eindrucksvoll in den dramatischen, durch Erosion geformten basaltischen Gesteinsformationen – in kräftigem Rot, Braun und tiefem Schwarz.

Vor der Küste liegen zwei kleine, streng geschützte Inselchen, die zur Halbinsel gehören: das Ilhéu do Desembarcadouro (auch als Cevada bekannt) und das Ilhéu do Farol (Fora). Zwei winzige, unberührte Welten für sich.


Praktische Tipps für Naturbeobachter


Anreise zum Naturreservat

Umweltfreundlich unterwegs: Mit der Buslinie 113 (SIGA / CAM) geht's bequem über das ehemalige Walfang-Dorf Caniçal direkt zum Reservat.

Zugang über die Vereda da Ponta de São Lourenço (PR 8)

Der beste Weg zu den Aussichtspunkten führt über den offiziellen Wanderweg PR 8.

Wichtig zu wissen: Für den Zugang wird eine Naturschutzgebühr von 3,00 Euro für Besucher über 12 Jahren fällig, zahlbar über das SIMplifica-Portal. Ein kleiner Beitrag, der direkt in den Erhalt dieses einzigartigen Reservats fließt.

Tipp: Alle genauen Streckendetails findest du in unserem Wanderführer "Wanderführer Madeira: Vereda da Ponta de São Lourenço PR 8".

Madeira für Botanikfans: Der ultimative Guide zu den Gärten der Insel

Der schwimmende Garten des Atlantiks

Madeira macht seinem Ruf als Blumeninsel wirklich alle Ehre! Vulkanische Böden und ein mildes Klima schaffen hier geradezu perfekte Bedingungen für exotische und endemische Pflanzen. Dieser Guide nimmt dich mit zu den drei faszinierendsten botanischen Highlights der Insel – vom klassischen Botanischen Garten in Funchal über seltene Rosensammlungen im Norden bis hin zu wilden Tier- und Pflanzenparks im Osten.


Botanischer Garten Funchal


Eine Pflanzenwelt auf 35.000 Quadratmetern

Geschichtsträchtiger Boden, üppige Natur! Auf dem historischen Anwesen der Familie Reid, der Quinta do Bom Sucesso, liegt dieser Garten auf 200 bis 350 Metern Höhe.

Über 2.500 Pflanzenarten aus allen Kontinenten haben hier ihre Heimat gefunden – eine schier unglaubliche Sammlung auf engstem Raum.

Die Highlights: Endemische Pflanzen und das Arboretum

Fünf Welten auf einem Fleck! Der Garten ist in fünf Hauptbereiche unterteilt. Für Botaniker besonders spannend: die einheimischen und endemischen Pflanzen Madeiras sowie das Arboretum mit Gewächsen aus dem Himalaya und tropischen Regionen.

Weitere Bereiche warten mit Sukkulenten aus Südamerika, tropischen und medizinischen Pflanzen sowie tropischen Früchten wie Mango, Avocado, Papaya, Kaffee und Zuckerrohr auf.

Anreise mit der Seilbahn & praktische Infos

Geöffnet ist der Garten täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr.

Die spektakulärste Anreise? Mit der Seilbahn Teleférico Jardim Botânico ab Monte – rund 10 Minuten Fahrtzeit, ca. 8 € für Hin- und Rückfahrt. Wer's bodenständiger mag, nimmt die Buslinien 29, 30 oder 31 ab Funchal für rund 2 €.

Tipp: Alle Details findest du in "So geht der Ausflug zum botanischen Garten in Funchal" und "Die Fahrt mit der Seilbahn von Funchal nach Monte – so geht's".


Rosengarten Quinta do Arco (Arco de São Jorge)


Die größte Rosensammlung Portugals

Ein absolutes Muss für Rosenliebhaber! An der Nordküste liegt ein Garten, der seinesgleichen sucht: über 1.700 Rosenarten und mehr als 1.000 verschiedene Sorten – alte Klassiker, moderne Züchtungen und prächtige Kletterrosen inklusive.

Die World Federation of Rose Societies hat den Garten nicht ohne Grund als "Garten der Exzellenz" ausgezeichnet.

Praktische Infos für Besucher

Geöffnet von April bis Dezember, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr. Der Zugang erfolgt über das Hotelrestaurant der Pestana Group.

Tipp: Wie du auch ohne Mietwagen hinkommst, verrät dir "Madeira mit dem Bus entdecken: Arco de São Jorge".


Quinta do Santo da Serra: Flora, Fauna und Geschichte


Englische Kolonialgeschichte und Blütenpracht

Ein Park mit echter Geschichte! Rund 18 Kilometer von Funchal entfernt liegt diese weitläufige öffentliche Anlage, ursprünglich im späten 19. Jahrhundert von der berühmten Wein-Familie Blandy angelegt.

Botaniker kommen hier voll auf ihre Kosten: üppige Vegetation mit Azaleen, Rhododendren und Kamelien, so weit das Auge reicht.

Freilaufende Tiere und spektakuläre Aussichten

Das Besondere an diesem Ort: Die Tiere laufen frei herum! Pfauen, Damhirsche und die traditionellen Garrano-Pferde bewegen sich hier in ihrem natürlichen Lebensraum – zum Greifen nah.

Und dann ist da noch der Ausblick: Ein Miradouro bietet einen Panoramablick auf Machico, die Halbinsel Ponta de São Lourenço und an klaren Tagen sogar bis nach Porto Santo.

Praktische Infos & Anreise mit dem Bus

Der Eintritt ist komplett kostenlos! Geöffnet ist der Park typischerweise von 09:00 bis 18:00 Uhr.

Bequem erreichbar mit der Buslinie 77 (Horários do Funchal) ab Funchal – rund 40 Minuten Fahrtzeit, Kosten zwischen 2 und 3 Euro.

Tipp: Mehr Details findest du in "Madeira mit dem Bus entdecken: Quinta do Santo da Serra".


Die beste Reisezeit für Botaniker

Von kuratierten Gärten in Funchal bis hin zu wildromantischen Anlagen im Hochland – Madeira bietet eine pflanzliche Vielfalt, die ihresgleichen sucht!

Auch wenn die Insel praktisch ganzjährig blüht: Mai und Juni sind die absolute Hauptblütezeit – und damit die beste Reisezeit für alle Blumenfans.

Tipp: Willst du deinen Besuch perfekt auf das blühende Highlight des Jahres abstimmen? Dann schau in unseren Artikel "Das Blumenfest auf Madeira: ein Fest für die Sinne".

Magische Aussichtspunkte und Sonnenuntergänge auf Madeira 

Klippen, die hunderte Meter senkrecht in den Atlantik abfallen! Berggipfel, die oft über der Wolkendecke thronen! Die raue, vulkanische Topografie der Insel schafft die perfekten Bedingungen für Weltklasse-Panoramen.

Wir zeigen die besten "Miradouros", die schönsten Aussichtspunkte der Insel, und wo Sonnenauf- und Sonnenuntergänge am spektakulärsten zu erleben sind!

Pico do Areeiro: Der ultimative Ort für den Sonnenaufgang

Der Gipfel liegt auf 1.817 Metern Höhe im Zentralmassiv und bietet ein 360-Grad-Panorama über die endlosen Weiten des Atlantiks, bis hin zum Pico Ruivo.

Der absolute Hotspot für Sonnenaufgänge! Die Farben des Himmels verwandeln sich hier dramatisch im Kontrast zu den Wolken, und Besucher stehen oft magisch direkt über der Wolkendecke – ein Anblick, der jede Müdigkeit vergessen lässt.

Ein Tipp für Frühaufsteher: Spezielle, geführte Transfer-Angebote, etwa ab Funchal, bringen Wanderer pünktlich im Dunkeln zum Gipfel. Im Anschluss lässt sich direkt die spektakuläre Wanderung PR 1 starten!

👉 Alle Infos in den Guides Madeira mit dem Bus entdecken: Pico do Areeiro und Wanderführer Madeira: Vereda do Areeiro PR 1.

Cabo Girão: Schwindelerregender Skywalk und Sonnenuntergänge

Mit rund 580 bis 600 Metern vertikaler Fallhöhe gehört das Cabo Girão zu den höchsten Steilklippen Europas – und der ganzen Welt!

Die freischwebende Aussichtsplattform mit Glasboden, der Skywalk, erlaubt einen extremen Blick direkt senkrecht in die Tiefe. Geöffnet ist die Plattform täglich von 9:00 bis 20:00 Uhr, der Eintritt kostet 2 Euro pro Person ab 12 Jahren.

Ein besonderer Tipp zum Sonnenuntergang: luxuriöse Katamaran-Touren ab Funchal! Am Abend geht's direkt unterhalb der gigantischen Klippen des Cabo Girão übers Meer – ein Bild, das man so schnell nicht vergisst.

👉 Mehr dazu in den Guides Cabo Girão: Spektakuläre Aussichtsplattform auf Madeira und Die besten Seilbahnen auf Madeira ✅, für die kleine Rancho-Seilbahn hinab zur Küste.

Geheimtipps: Weitere spektakuläre Miradouros im Norden und Osten

Miradouro do Guindaste (Faial)

Ein eindrucksvoller Aussichtspunkt an der Nordküste, der ebenfalls über einen Glasboden verfügt! Er bietet einmalige Panoramaaussichten auf die steil abfallenden Klippen und den rauen Atlantik.

👉 Mehr im Guide Madeira mit dem Bus entdecken: Faial.

Ponta de São Lourenço (Ostkap)

Die felsige, raue Halbinsel im Osten ist ein grandioser Ort, um die wilden Küstenlinien der Insel zu überblicken, oft als Naturreservat-Tour auf der PR 8 begangen.

👉 Alle Details im Wanderführer Madeira: Vereda da Ponta de São Lourenço PR 8.

Die wilde West- und Nordwestküste

Der Leuchtturm von Ponta do Pargo gilt als der klassische Hotspot für Sonnenuntergänge im äußersten Westen. Das nahegelegene Achadas da Cruz bietet dagegen eine extrem ruhige Umgebung, fernab der Massen, für fantastische, ungestörte Blicke auf das Meer!

Fazit & Tourenplanung für Fotografen

Wer Madeira in seinem besten Licht erleben möchte, teilt sich den Tag am besten geschickt auf: den frühen Morgen über den Wolken auf dem Pico do Areeiro, den Tag auf dem gläsernen Boden des Cabo Girão oder am Miradouro do Guindaste, und den Abend auf einem Katamaran oder an der äußersten Westküste für den perfekten Sonnenuntergang!

👉 Sonnenaufgangs-Transfers und Bootstouren lassen sich direkt buchen im Guide Madeira Ausflüge und Aktivitäten.