
Die schönsten Dörfer auf der Insel Flores
Insel Flores: Städte und Dörfer
Die Geschichte zweier Kreise
Obwohl Flores klein ist (141 km²), ist die Insel in zwei Bezirke unterteilt, die früher oft um die Vorherrschaft kämpften: Santa Cruz das Flores im Norden und Osten sowie Lajes das Flores im Süden und Westen. Da das Hochland und tiefe Schluchten das Reisen über Land früher sehr schwer machten, entwickelten die Orte eigene Identitäten.
Für Besucher sind die Orte heute klein, sicher und sehr ruhig. Es gibt hier keine großen Städte. Stattdessen finden Sie kleine Städtchen ("Vilas") und Gemeinden ("Freguesias"), in denen sich das Leben um das Versorgungsschiff, die Kirche und die Landwirtschaft dreht.

Die Hauptstadt: Santa Cruz das Flores
Gefühl: Das Zentrum für Verwaltung und Logistik
Lage: Ostküste
Santa Cruz ist das Tor zur Insel. Hier liegen der Flughafen (FLW) und das Krankenhaus. Obwohl es die "Hauptstadt" ist, fühlt es sich eher wie ein entspanntes, großes Dorf an. Die Stadt hat zwei Häfen: Porto das Poças (für Schiffe nach Corvo) und Porto do Boqueirão (der alte Walfanghafen). Die Startbahn des Flughafens prägt das Bild der Küste.
Was man sehen sollte:
Piscinas Naturais: Hier gibt es keine Sandstrände, dafür aber glasklare Naturschwimmbecken aus Vulkanfelsen mit Leitern und Plattformen. Man hat von dort einen tollen Blick auf Corvo.
Fábrica da Baleia do Boqueirão: Dieses Museum befindet sich in einer alten Fabrik für Walöl. Es zeigt Maschinen und die Geschichte des Walfangs, der bis in die 1980er Jahre wichtig war.
Convento de São Boaventura: Ein altes Gebäude, in dem das Museum von Flores untergebracht ist. Es zeigt die Geschichte der Insel, von Schiffswracks bis zur Zeit der französischen Militärbasis.
Aussichtspunkt Monte das Cruzes: Er liegt über der Stadt und bietet den besten Blick auf die Landebahn, den Ort und das Meer.
Der Wächter des Südens: Lajes das Flores
Gefühl: Historischer Hafen und "westlichste Gemeinde"
Lage: Südostküste
Lajes nennt sich selbst die westlichste Gemeinde Europas. Hier siedelten im 16. Jahrhundert die ersten Menschen. Früher war es ein wichtiger Hafen für Flotten, die aus Amerika zurückkamen. Heute liegt hier der kommerzielle Hafen, über den fast alle Waren auf die Insel kommen.
Was man sehen sollte:
Igreja de Nossa Senhora do Rosário: Eine hübsche Kirche über dem Hafen aus dem 18. Jahrhundert mit einer Fassade aus Kacheln.
Farol das Lajes: Ein bekannter Leuchtturm von 1910 mit weitem Blick über den Atlantik.
Praia da Calheta: Der einzige nennenswerte Sandstrand der Insel, ganz in der Nähe des Hafens.
Die Grenze im Westen: Fajã Grande & Fajãzinha
Gefühl: Spektakuläre Natur und Sonnenuntergänge
Lage: Westküste
Wenn Santa Cruz der Kopf der Insel ist, dann ist die Westküste ihre Seele. Fajã Grande ist das westlichste Dorf Europas. Es liegt auf einer Ebene am Fuße einer 300 Meter hohen, grünen Felswand. Viele Urlauber wohnen hier, weil die besten Wasserfälle und Wanderwege ganz nah sind.
Highlights in Fajã Grande:
Poço do Bacalhau: Ein 90 Meter hoher Wasserfall, in dessen Becken man schwimmen kann.
Sonnenuntergang: Hier sieht man die Sonne als letzter Mensch in Europa im Meer versinken.
Badebereich: Ein Platz zum Schwimmen im Meer mit Betonplattformen, die vor den Wellen schützen.
Fajãzinha: Ein kleines, uriges Dorf südlich von Fajã Grande. Es ist bekannt für seine Wassermühlen (die Mühle Moinho da Alagoa kann man besuchen) und die schöne Kirche. Hier scheint die Zeit zwischen grünen Klippen stillzustehen.
Der Wächter des Nordens: Ponta Delgada
Gefühl: Abgelegen und ländlich
Lage: Nordküste
Dieses Ponta Delgada ist nicht die Hauptstadt von São Miguel, sondern eine ruhige Gemeinde ganz im Norden von Flores. Hier stand früher die französische Messstation, die der Insel ab den 1960er Jahren Wohlstand und moderne Straßen brachte.
Was man sehen sollte:
Farol de Albarnaz: Der westlichste Leuchtturm Europas auf hohen Klippen. Von hier hat man eine tolle Sicht auf Corvo.
Blick auf Corvo: Dies ist der nächste Punkt zur Nachbarinsel; man sieht den Vulkan von Corvo sehr deutlich.
Wandern: Hier startet der Weg PR01 nach Fajã Grande, der als schönste Küstenwanderung der Insel gilt.
Die Gemeinde im Hochland: Cedros
Gefühl: Ländlich mit toller Aussicht
Lage: Nordostküste
Cedros liegt hoch über dem Meer und ist für sein besonderes Klima und die Obstgärten bekannt.
Highlights:
Miradouro da Baía de Alagoa: Ein berühmter Ausblick auf Felsen im Meer, die wie eine Kulisse aus "Game of Thrones" aussehen.
Alagoa-Bucht: Einer der wenigen zugänglichen Orte an der wilden Nordostküste.
Die verborgene Ebene: Lopo Vaz
Lage: Südküste
Fajã de Lopo Vaz ist keine echte Stadt mehr, aber historisch sehr wichtig. Man erreicht die Ebene nur über einen steilen Wanderpfad (PRC04). Wahrscheinlich wohnten hier die allerersten Menschen auf Flores.
Warum besuchen? Hier wachsen Bananen, Feigen und Weintrauben. Heute wohnt dort niemand mehr, aber der schwarze Sandstrand und die wilden Ziegen an den Klippen sind einen Besuch wert.
Andere bemerkenswerte Orte
Aldeia da Cuada: Ein verlassenes Dorf, das zu einer Ferienanlage umgebaut wurde. Es zeigt die alte Steinarchitektur der Insel.
Mosteiro: Die kleinste Gemeinde der Insel im Südwesten. Sie liegt nah am Naturwunder Rocha dos Bordões.
siehe auch die besten Orte zum Uebernachten