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Küstenwanderung - Benagil Höhle 

Die Route der Sieben hängenden Täler

" Percurso dos Sete Vales Suspensos" 

Seven Hanging Valleys Wanderweg: Der ultimative Guide (inkl. Karte & Sicherheits-Check)


Der Seven Hanging Valleys Trail gilt als eine der spektakulärsten Küstenwanderungen Europas. Diese Route entlang der Felsalgarve führt dich über zwölf Kilometer entlang dramatischer Kalksteinfelsen, vorbei an versteckten Buchten und mit Ausblicken, die selbst erfahrene Wanderer sprachlos machen. Der Name bezieht sich auf sieben tief eingeschnittene Täler, die von der Erosion über Jahrtausende in die Küste gegraben wurden und heute wie hängende Gärten zwischen den Klippen liegen.

Was diese Wanderung so besonders macht, ist die Kombination aus Naturgewalt und Schönheit. Auf der einen Seite der endlose Atlantik mit seinen türkisfarbenen Wellen, die gegen goldene Felsen brechen. Auf der anderen Seite sanfte Hügel mit Pinien, Olivenbäumen und im Frühling bunten Wildblumen. Dazwischen du, auf einem schmalen Pfad entlang Klippen, die stellenweise über fünfzig Meter steil ins Meer abfallen.

Diese Wanderung ist nichts für Gelegenheitsspaziergänger in Flip-Flops mit einer Flasche Wasser. Sie erfordert Vorbereitung, die richtige Ausrüstung und vor allem Respekt vor der Natur. Aber wenn du diese Dinge mitbringst, erwartet dich ein Erlebnis, das du nie vergessen wirst.

 Küstenwanderung - Sete Vales Suspensos
Küstenwanderung - Sete Vales Suspensos

Tour-Überblick: Von Praia da Marinha nach Praia de Vale Centeanes


Eckdaten der Wanderung: Distanz, Dauer und Schwierigkeitsgrad

Die klassische Route des Seven Hanging Valleys Trail erstreckt sich über etwa zwölf Kilometer, wenn du den kompletten Hin- und Rückweg wanderst. Die reine Gehzeit beträgt zwischen vier und sechs Stunden, abhängig von deinem Tempo und wie oft du für Fotos und Pausen anhältst. Und glaub mir, du wirst oft anhalten wollen.

Der Schwierigkeitsgrad wird offiziell als moderat eingestuft, aber lass dich davon nicht täuschen. Die Strecke hat zwar keine extremen Höhenmeter, die sich auf etwa hundertfünfzig Meter auf und ab summieren, aber das Terrain ist anspruchsvoll. Du wanderst über felsige, teilweise sehr unebene Wege, steilst gelegentlich in kleine Täler hinab und wieder hinauf, und die Sonne brennt ohne jeden Schatten auf dich herab. Im Hochsommer bei dreißig Grad plus kann diese "moderate" Wanderung sehr fordernd werden.

Fitness ist wichtig, aber noch wichtiger ist Trittsicherheit. Die Wege verlaufen oft direkt am Klippenrand, manche Abschnitte sind schmal und steinig. Wer zu Schwindelgefühlen neigt oder unsicher auf den Füßen ist, sollte diese Route meiden oder zumindest nur kürzere Teilabschnitte wandern.

Die Route im Detail 



Warum du besser an der Praia da Marinha startest

Theoretisch kannst du die Wanderung von beiden Enden beginnen, aber es gibt gute Gründe, warum die meisten erfahrenen Wanderer an der Praia da Marinha starten und nach Westen in Richtung Vale Centeanes laufen.

Erstens ist der Parkplatz an der Praia da Marinha größer und besser organisiert als am westlichen Ende. Zweitens bedeutet diese Richtung, dass du die spektakulärsten Highlights wie die Benagil-Höhle und den Carvalho-Strand in der ersten Hälfte erlebst, wenn du noch frisch und voller Energie bist. Drittens hast du bei dieser Richtung oft die Sonne eher im Rücken als direkt im Gesicht, was bei der intensiven Algarve-Sonne einen erheblichen Unterschied macht.

Der Startpunkt Praia da Marinha ist zudem gut ausgeschildert und einfach mit dem Auto oder Taxi zu erreichen. Von Lagoa aus folgst du einfach den braunen Touristenschildern "Praia da Marinha". Der Strand selbst gilt als einer der schönsten Portugals und ist einen Besuch wert, entweder vor oder nach deiner Wanderung.


Überblick und Technische Daten

Der Percurso dos Sete Vales Suspensos (offizieller Code: PR1 LGA) gilt als einer der spektakulärsten Küstenwanderwege Europas und befindet sich an der Algarve im Kreis Lagoa. Er verläuft entlang der zerklüfteten Kalksteinklippen und verbindet den Strand Praia da Marinha im Osten mit dem Strand Praia de Vale Centeanes im Westen.

  • Typ: Linearer Weg (kein Rundweg; man muss denselben Weg zurückgehen oder einen Transport organisieren).
  • Länge: Offiziell 5,7 km pro Strecke (ca. 11,4 km hin und zurück). Einige Wanderer messen bis zu 6,5 km pro Strecke.
  • Dauer: Etwa 2 bis 3 Stunden für eine Strecke; 4 bis 6 Stunden für Hin- und Rückweg.
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel (moderat). Der Weg ist gut markiert, führt aber über unebenes, felsiges Gelände mit mehreren Auf- und Abstiegen.
  • Markierung: Gelbe und rote Streifen (gemäß den Normen für kleine Routen in Portugal) auf Holzpfählen oder Felsen.

Detaillierte Routenbeschreibung (Ost nach West)

Obwohl der Weg in beide Richtungen begangen werden kann, wird oft empfohlen, am Praia da Marinha zu starten, um die Sonne im Rücken zu haben (wenn man morgens startet) und einfacher parken zu können.

1. Start: Praia da Marinha Dieser Strand gilt als einer der schönsten der Welt. Vom Parkplatz aus führt der Weg nach Westen. Highlights hier sind die berühmten Felsformationen im Wasser, darunter der "M-Felsen" oder "Elefantenfelsen" sowie ein doppelter Felsbogen (Arcos Naturais).

2. Praia da Corredoura Weiter westlich passiert man diesen Strand, der nur vom Meer aus zugänglich ist. Vom Wanderweg aus hat man einen hervorragenden Blick auf den goldenen Sand und das türkisfarbene Wasser.

3. Benagil Höhle (Algar de Benagil) Der Weg führt direkt über die berühmte Benagil-Höhle. Wichtig: Man kann die Höhle vom Wanderweg aus nicht betreten. Man sieht sie nur durch das große Loch in der Decke (das "Auge"), welches aus Sicherheitsgründen eingezäunt ist.

4. Praia de Benagil Der Weg führt hinunter zum Fischerdorf und Strand von Benagil. Dies ist einer der wenigen Orte auf der Route mit Restaurants und Cafés. Hier liegen oft Fischerboote und Touristenboote, die Besucher zu den Höhlen bringen.

5. Praia do Carvalho Nach einem weiteren Anstieg erreicht man diesen malerischen Strand. Der Zugang zum Sandstrand erfolgt über einen handgegrabenen Tunnel im Felsen, der eine "märchenhafte Atmosphäre" schafft. Die Bucht ist von hohen, ockerfarbenen Wänden umgeben und windgeschützt.

6. Leuchtturm von Alfanzina (Farol de Alfanzina) Ein markanter Punkt auf der Route. Der Weg führt durch einen kleinen Wald aus Aleppo-Kiefern in der Nähe des Leuchtturms. Hier gibt es auch Picknickplätze. In der Nähe befinden sich massive Sinklöcher (Algares), die eingezäunt sind.

7. Ziel: Praia de Vale Centeanes Der Weg endet (oder beginnt) an diesem breiten Sandstrand, der von hohen goldenen Klippen umgeben ist. Es gibt dort ein Restaurant und Parkmöglichkeiten in der Nähe.

Optionale Erweiterung: Algar Seco & Carvoeiro Obwohl der offizielle Weg in Vale Centeanes endet, kann man weiter bis nach Carvoeiro wandern (ca. 1,5 km zusätzlich). Dies führt zum Algar Seco, einer spektakulären Felsformation mit natürlichen Pools, Höhlen (wie "A Boneca") und Holzstegen.


Geologie und Natur

Der Name "Sieben hängende Täler" bezieht sich auf sieben Wasserläufe, die in der Vergangenheit in das Meer mündeten. Da sich die Küstenlinie durch Erosion schnell zurückzog, wurden die Mündungen dieser Wasserläufe "abgeschnitten" und liegen nun hoch oben in den Klippen, statt auf Meereshöhe zu enden.

  • Landschaft: Karstlandschaft mit Bögen, Höhlen, Grotten und Algares (natürliche Schächte/Sinklöcher).
  • Flora: Die Vegetation besteht aus mediterranem Buschwerk. Zu den Pflanzen gehören Wacholderbüsche, Aleppo-Kiefern, Mastixsträucher und die Zwergpalme (Chamaerops humilis), die einzige in Europa heimische Palmenart.
  • Fauna: Die Klippen dienen als Nistplatz für Vögel wie die Silbermöwe, den Turmfalken und die Samtkopf-Grasmücke. In den Felsspalten nisten auch Fledermäuse.

Praktische Tipps & Sicherheit

  • Beste Zeit: Frühling und Herbst sind ideal wegen der milden Temperaturen und der Blütezeit. Im Sommer sollte man sehr früh (vor 8:00 oder 9:00 Uhr) starten, um der Hitze und den Menschenmassen zu entgehen.
  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk (Wanderschuhe oder gute Turnschuhe) ist unerlässlich, da der Boden felsig und uneben ist. Flip-Flops sind ungeeignet.
  • Wasser & Verpflegung: Es gibt kaum Schatten und keine Wasserstellen direkt auf dem Weg (außer an den Stränden Benagil und Centeanes). Bringen Sie mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person und Sonnenschutz mit.
  • Sicherheit: Die Klippen sind instabil. Halten Sie Abstand zum Rand und respektieren Sie Absperrungen, insbesondere um die Sinklöcher (Algares), da Absturzgefahr besteht.
  • Logistik: Da es ein linearer Weg ist, nutzen viele Wanderer für den Rückweg ein Taxi oder Uber (Kosten ca. 8–12 €), um nicht die ganzen 12 km laufen zu müssen.

Karte und Wegbeschreibung

GPX-Daten und Orientierung

Die offizielle Trail-Markierung besteht aus gelb-roten Zeichen, die regelmäßig am Wegesrand auf Steinen oder Holzpfosten angebracht sind. Diese Markierungen sind in den meisten Abschnitten gut sichtbar und eindeutig, aber es gibt Stellen, besonders nach starkem Regen oder in touristisch weniger frequentierten Bereichen, wo sie verblasst oder beschädigt sein können.

Deshalb ist es klug, zusätzlich eine digitale Karte dabei zu haben. GPS-Tracks für den Seven Hanging Valleys Trail findest du kostenlos auf Plattformen wie Wikiloc oder Komoot. Lade den Track vor deiner Wanderung herunter, damit du ihn auch offline nutzen kannst, falls dein Mobilfunknetz schwach ist. Die meisten Wander-Apps zeigen dir deine Position auf dem Trail in Echtzeit und warnen dich, wenn du vom Weg abkommst.


Markierungen und Orientierung: Den gelb-roten Zeichen folgen

Die Wanderung folgt einem relativ klar definierten Pfad, aber es gibt Kreuzungen und Abzweigungen, wo du aufmerksam sein musst. An einigen Stellen führen Trampelpfade näher an die Klippenkante oder hinunter zu kleineren Buchten. Diese sind nicht Teil der offiziellen Route und oft gefährlich.

Die Regel ist einfach: Folge den gelb-roten Markierungen. Wenn du länger als zehn Minuten keine Markierung gesehen hast, bist du wahrscheinlich falsch abgebogen. Geh zurück zur letzten Markierung und orientiere dich neu. Verlass dich nicht blind auf andere Wanderer, die vor dir gehen – nicht alle kennen den Weg, und manche weichen bewusst ab, um zu fotogenen Stellen zu gelangen, die nicht sicher sind.

Sicherheit geht vor: Was du unbedingt beachten musst


Achtung Klippensturz: Instabile Ränder und Sicherheitsabstände

Dies ist der wichtigste Abschnitt dieses Guides, also lies aufmerksam. Die Klippen entlang des Seven Hanging Valleys Trail sind aktiv erosiv. Das bedeutet, dass Wind, Wasser und Salz ständig am Gestein arbeiten und es bröckelig machen. Was heute noch fest aussieht, kann morgen abbrechen.

Besonders gefährlich sind die Klippenränder, wo oft Hohlräume unter einer scheinbar stabilen Oberfläche existieren. Du siehst festen Boden, trittst darauf, und plötzlich bricht alles unter dir weg. Jedes Jahr gibt es Unfälle, und manche enden tödlich. Halte immer mindestens zwei Meter Abstand von jeder Klippenkante. Auch wenn das perfekte Foto lockt – kein Instagram-Bild ist dein Leben wert.

Warnzeichen für instabilen Boden sind Risse im Gestein, lose Steine, überhängende Bereiche und Stellen, wo der Boden hohl klingt, wenn du darauf klopfst. Wenn du unsicher bist, geh nicht näher ran. Die Aussicht ist auch aus sicherer Entfernung spektakulär genug.


Die richtige Ausrüstung: Warum festes Schuhwerk Pflicht ist

Jedes Jahr sehen Rettungskräfte Touristen, die versuchen, den Seven Hanging Valleys Trail in Flip-Flops, Sandalen oder sogar barfuß zu wandern. Das ist kein Spaß, das ist lebensgefährlich.

Das Terrain besteht aus scharfkantigem Kalkstein, losem Geröll, teilweise sandigen Abschnitten und Stellen, wo Wurzeln über den Weg ragen. Ohne feste Wanderschuhe mit griffiger Sohle und Knöchelschutz riskierst du nicht nur schmerzhafte Blasen und Schnittwunden, sondern auch verstauchte Knöchel oder Stürze an gefährlichen Stellen.

Investiere in vernünftige Wanderschuhe. Sie müssen nicht teuer sein, aber sie sollten über deinen Knöchel reichen, eine profilierte Sohle haben und bereits eingelaufen sein. Neue Schuhe auf einer sechsstündigen Wanderung einzulaufen ist eine schlechte Idee, die du spätestens nach Kilometer drei bereuen wirst.


Hitze und Wasser: Vorbereitung auf schattenlose Strecken

Hier kommt ein Fakt, der viele überrascht: Auf der gesamten zwölf Kilometer langen Strecke gibt es praktisch keinen natürlichen Schatten. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus niedrigen Büschen, vereinzelten Pinien in einiger Entfernung vom Weg und Wildblumen. Nichts davon bietet Schutz vor der intensiven Algarve-Sonne.

Im Hochsommer, besonders zwischen Juni und August, erreichen die Temperaturen regelmäßig über dreißig Grad. Kombiniert mit der Reflexion von den hellen Kalksteinfelsen und dem fehlenden Schatten kann das sehr schnell zu Hitzschlag, Sonnenbrand oder gefährlicher Dehydrierung führen.

Die Lösung ist dreifach: Erstens, starte früh. Die beste Zeit ist zwischen sieben und neun Uhr morgens, wenn es noch vergleichsweise kühl ist. Zweitens, bring mindestens zwei Liter Wasser pro Person mit, besser drei Liter im Sommer. Es gibt unterwegs keine Möglichkeit, Wasser nachzufüllen. Drittens, trage Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, einen breitkrempigen Hut und eine gute Sonnenbrille. Deine Haut wird es dir danken.

Fotogalerie Benagil Strand und Grotte

Die sieben Highlights entlang des Weges


Benagil-Höhle von oben: Der Blick durch das Auge

Das absolute Highlight der Wanderung kommt etwa nach drei Kilometern, wenn du die berühmte Benagil-Höhle erreichst. Während die meisten Touristen die Höhle vom Boot aus erleben, hast du als Wanderer eine völlig einzigartige Perspektive von oben.

Du stehst auf der Klippe direkt über der Höhle und blickst durch das runde Loch in der Decke hinunter auf den goldenen Sandstrand und die winzigen Boote im türkisfarbenen Wasser. Dieses Foto bekommt sonst niemand – nicht die Bootstouristen unten und nicht die Strandlieger an der Praia de Benagil. Es ist der perfekte Moment, um innezuhalten und die Dimension dieses Naturwunders wirklich zu begreifen.

Aber bitte, bleib hinter den Absperrungen und geh nicht zu nah an den Rand. Es gibt genug Raum für spektakuläre Fotos, ohne dein Leben zu riskieren.


Alfanzina Leuchtturm: Der markante Orientierungspunkt

Etwa auf halber Strecke, nach ungefähr sechs Kilometern, erreichst du den Alfanzina Leuchtturm. Dieser weiße Turm mit seinen roten Streifen ist seit 1920 in Betrieb und dient Schiffen als Orientierung entlang dieser gefährlichen Küste.

Der Leuchtturm markiert einen guten Punkt für eine längere Pause. Hier gibt es ein paar Bänke und etwas mehr Vegetation, die zumindest einen Hauch von Schatten bietet. Technisch gesehen kannst du von hier auch umkehren, wenn du merkst, dass dir die volle Distanz zu viel wird. Der Rückweg zum Ausgangspunkt Praia da Marinha würde von hier etwa zwei bis zweieinhalb Stunden dauern.


Praia do Carvalho: Der versteckte Tunnelstrand

Kurz vor dem Leuchtturm kommst du an einer der ungewöhnlichsten Buchten der Algarve vorbei. Praia do Carvalho ist ein kleiner, von hohen Felsen umgebener Strand, den man nur durch einen in den Fels gehauenen Tunnel erreicht. Dieser Tunnel wurde ursprünglich für Fischer angelegt und ist heute eine touristische Attraktion.

Der Abstieg zum Strand lohnt sich, besonders wenn du eine Pause vom Wandern brauchst und vielleicht sogar kurz schwimmen möchtest. Das Wasser ist kristallklar, und die geschützte Lage macht die Bucht auch bei etwas Wind angenehm. Bedenke aber, dass der Auf- und Abstieg zusätzliche Zeit kostet – plane etwa dreißig Minuten extra ein, wenn du diesen Abstecher machen möchtest.

Logistik: Anreise, Parken und Rückweg


Parkplatz-Chaos vermeiden: Wo du morgens noch Platz findest

Der Parkplatz an der Praia da Marinha ist berühmt-berüchtigt für sein Chaos, besonders im Sommer. Ab zehn Uhr morgens ist er praktisch immer voll, und Autos stauen sich auf der Zufahrtsstraße. Wenn du mit dem Auto kommst, sei spätestens um acht Uhr dort, besser noch früher.

Der Parkplatz ist kostenpflichtig, etwa drei bis vier Euro für den ganzen Tag. Stell dich darauf ein, dass bei deiner Rückkehr nach sechs Stunden Wanderung deutlich mehr Autos da sind als bei deiner Abfahrt.

Alternative Strategie: Lass dich mit dem Taxi oder Uber zur Praia da Marinha bringen. Das kostet von Lagoa aus etwa fünfzehn bis zwanzig Euro, spart dir aber den Parkplatz-Stress und die Sorge um dein Auto. Am Ende der Wanderung kannst du dann ein Taxi von Vale Centeanes zurück zu deiner Unterkunft rufen.


Rückweg-Optionen: Taxi zurück zum Startpunkt

Viele Wanderer entscheiden sich, die Strecke nur in eine Richtung zu laufen und dann per Taxi zurückzufahren. Das reduziert die Gehstrecke auf sechs Kilometer und etwa zweieinhalb bis drei Stunden reine Wanderzeit. Du siehst alle Highlights, sparst dir aber die sechs Kilometer Rückweg auf dem gleichen Pfad.

In Vale Centeanes gibt es allerdings keine Taxi-Standplätze. Du musst also vorher eine Taxi-App wie Uber oder Bolt auf deinem Handy haben oder die Nummer eines lokalen Taxis gespeichert haben. Der Mobilfunkempfang ist in der Regel ausreichend, aber verlass dich nicht darauf, dass sofort ein Taxi verfügbar ist. In der Hochsaison kann es zwanzig bis dreißig Minuten dauern, bis eines kommt.

Die Kosten für die Rückfahrt von Vale Centeanes zur Praia da Marinha liegen bei etwa fünfzehn bis fünfundzwanzig Euro, abhängig von Tageszeit und Nachfrage. Teile dir das Taxi idealerweise mit anderen Wanderern, die du unterwegs triffst – das spart Geld und ist umweltfreundlicher.

Der Seven Hanging Valleys Trail ist eine Wanderung, die dich körperlich fordert, aber mit Ausblicken belohnt, die zu den schönsten Europas gehören. Mit der richtigen Vorbereitung, respektvollem Verhalten gegenüber der Natur und einem frühen Start wird diese Tour zu einem Highlight deines Algarve-Aufenthalts, von dem du noch Jahre später schwärmen wirst.


Hier sind die Details zur Anfahrt und Parkplatzsituation an der Praia da Marinha. Da dieser Strand oft der Startpunkt für den Wanderweg Percurso dos Sete Vales Suspensos ist, herrscht hier reger Betrieb.

Anfahrt

Der Strand liegt zwischen Carvoeiro und Armação de Pêra im Gemeindegebiet von Lagoa. Da er etwas abseits der städtischen Zentren liegt, ist die Anreise mit dem Auto oder Fahrdienstleistern am einfachsten.

  • Mit dem Auto: Die Praia da Marinha ist nur über die Straße erreichbar.

    • Route: Von der Nationalstraße EN125 nehmen Sie die Ausfahrt bei der International School in Lagoa. Von dort aus ist der Weg zum Strand gut ausgeschildert,.
    • Entfernung: Von Carvoeiro sind es etwa 6,5 km.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Dies wird nicht empfohlen, da die Verbindungen sehr schlecht sind. Es gibt zwar einen Bus von Lagoa, dieser fährt jedoch laut Quellen nur sehr selten (z. B. zweimal täglich an Wochentagen). Es gibt keine direkte Zugverbindung.

  • Taxi / Uber / Bolt: Dies ist eine sehr beliebte Option, insbesondere für Wanderer, die den Seven Hanging Valleys Trail nur in eine Richtung laufen wollen. Eine Fahrt von Carvoeiro zur Praia da Marinha kostet je nach Anbieter und Tageszeit etwa 10 bis 15 Euro. Uber und Bolt sind an der Algarve weit verbreitet und oft günstiger als klassische Taxis.


Parken

Es gibt einen Parkplatz direkt oberhalb der Klippen, aber die Kapazität ist begrenzt im Vergleich zur Popularität des Strandes.

  • Verfügbarkeit: Es gibt einen großen Parkplatz am östlichen Ende des Wanderwegs,,. Dennoch füllt sich dieser extrem schnell, da er sowohl von Strandbesuchern als auch von Wanderern genutzt wird.
  • Beste Zeit: Um sicher einen Parkplatz zu bekommen, sollten Sie vor 9:00 Uhr morgens ankommen,. In der Hochsaison (Juli/August) wird sogar empfohlen, vor 8:00 Uhr da zu sein,.
  • Alternativen: Wenn der Hauptparkplatz voll ist, parken Autos oft entlang der Zufahrtsstraße, was jedoch chaotisch sein kann. Der Parkplatz an der Praia da Marinha ist deutlich größer als der am anderen Ende des Wanderwegs (Praia de Vale Centeanes), weshalb Marinha oft als besserer Startpunkt für Wanderungen empfohlen wird,.

Zusammenfassender Tipp: Wenn Sie einen entspannten Tag planen oder wandern wollen, fahren Sie sehr früh zur Praia da Marinha, parken Sie dort und genießen Sie den Sonnenaufgang oder die morgendliche Ruhe, bevor die Massen kommen,.