Santa Cruz auf Madeira

Santa Cruz auf Madeira: Baden, Altstadt und Alltag am Tor zur Insel
Santa Cruz (Madeira) – Für die meisten Urlauber ist Santa Cruz der erste Ort auf Madeira, auch wenn sie es kaum merken. In der Gemeinde liegt der Flughafen der Insel. Das Städtchen selbst ist eine der ältesten Siedlungen Madeiras, mit einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert, einer Promenade unter Palmen und Badeanlagen direkt am Atlantik. Zur Gemeinde gehören auch Caniço mit der Christus-Statue von Garajau sowie Camacha, Gaula und Santo António da Serra.
Santa Cruz auf einen Blick
Wo: Ostküste Madeiras, rund 20 Kilometer östlich von Funchal, direkt neben dem Flughafen
Gemeinde: fünf Ortsteile – Santa Cruz, Caniço, Camacha, Gaula und Santo António da Serra
Geschichte: Stadtrecht als Vila 1515, seit 1996 Cidade
Baden: Praia das Palmeiras mit Pools und Kiesstrand (Blaue Flagge), Badeanlage Ribeira da Boaventura, Aquaparque im Sommer
Sehenswert: Kirche São Salvador, Markthalle, Promenade, Cristo Rei in Garajau
Charakter: ruhig, lokal, deutlich weniger touristisch als Funchal
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Was macht Santa Cruz aus?
Santa Cruz gehört zu den ersten Orten, die die Portugiesen nach 1419 besiedelten. Der Name geht vermutlich auf ein Holzkreuz zurück, das die Entdecker hier aufstellten. Schon 1515 erhielt der Ort das Stadtrecht. Heute liegt die alte Kernstadt zwischen Meer und Schnellstraße, die Wohnviertel ziehen sich die Hänge hinauf.
Mir hat gefallen, wie lokal und entspannt sich Santa Cruz anfühlt. Es ist nah am Meer, gemütlich und deutlich weniger touristisch als Funchal, mit einer schönen Mischung aus Altstadt, Strandpromenade und Natur rundherum. Auch die Lage ist praktisch: Vom Flughafen sind es nur wenige Minuten.
Baden wie die Einheimischen: Palmeiras und Ribeira da Boaventura
Direkt an der Uferpromenade, neben der Markthalle, liegt die Praia das Palmeiras. Die Anlage hat zwei Teile: einen Bereich mit Meerwasserpools für Erwachsene und Kinder und einen Strand aus runden Kieseln. Ein Steg mit Leiter führt ins offene Meer. Im Sommer wacht ein Rettungsschwimmer, und die Wasserqualität ist mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.
Ein paar hundert Meter weiter liegt die Badeanlage Ribeira da Boaventura mit zwei Pools, großer Liegefläche und einer kleinen geschützten Bucht. Vor allem Familien mit Kindern kommen gern hierher. Gleich daneben öffnet von Juni bis September der Aquaparque, der einzige Wasserpark der Inselgruppe, mit Rutschen und einem langsamen Fluss.
Ich habe auf einer Liege gelegen, den Wellen zugehört und aufs offene Meer geschaut. Das Gefühl war das eines echten lokalen Badeorts: nicht überlaufen, sehr entspannt und oft mit mehr Einheimischen als Urlaubern. Der Spaziergang danach über die Promenade mit ihrem typischen schwarz-weißen Pflastermosaik macht den Tag rund.
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Altstadt, Kirche São Salvador und Markthalle
Das Herz der Altstadt ist die Igreja de São Salvador. Der Bau begann 1502 auf Anordnung von König Manuel I., Vorbild war die Kathedrale von Funchal. Nach ihr ist São Salvador die zweitgrößte Kirche der Inselgruppe. Gotische Spitzbögen und manuelinische Zierformen prägen den Bau, in der Hauptkapelle hängen sechs Tafelbilder aus dem 16. Jahrhundert. Vor der Kirche liegt ein ruhiger Platz mit Bäumen und Bänken.
Nur wenige Schritte entfernt steht die Markthalle von 1962. Hier verkaufen Bauern und Fischer Obst, Gemüse und Fisch, dazu gibt es kleine Stände und Bars, an denen oft Poncha ausgeschenkt wird. Wer die große Markthalle von Funchal kennt, findet hier die kleinere und ursprünglichere Variante.
Hier habe ich das echte Alltagsleben der Insel gespürt: Gespräche zwischen Händlern und Kunden, der Geruch von frischem Obst und Fisch, ein unaufgeregtes Madeira ohne Kulisse. Ideal zum Bummeln, mit einem Kaffee in einem der kleinen Cafés rund um den Kirchplatz.
Cristo Rei und das Meeresreservat Garajau
Im Westen der Gemeinde, im Ortsteil Caniço, steht auf der Klippe von Garajau die Christus-Statue Cristo Rei. Sie ist mit Sockel rund 15 Meter hoch und wurde am 30. Oktober 1927 eingeweiht, also vier Jahre vor der berühmten Statue in Rio de Janeiro. Geschaffen hat sie der französische Bildhauer Georges Serraz. 2027 feiert das Denkmal seinen 100. Geburtstag.
Unterhalb der Klippe liegt das Meeresschutzgebiet Garajau mit sehr klarem Wasser, eines der besten Reviere zum Schnorcheln und Tauchen auf Madeira. Oben am Aussichtspunkt habe ich mich erhaben und ruhig gefühlt: Wind, Weite, das Meer tief unten. Ein Moment der Stille. Mehr zu Statue, Strand und Tauchen lesen Sie auf unserer Seite Caniço.
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Flughafen und Hinterland
Gleich östlich der Stadt liegt der Flughafen Madeira. Seine Landebahn verläuft eng zwischen Hang und Küste. Wer früh landet oder spät abfliegt, kann die freien Stunden gut in Santa Cruz verbringen, statt am Flughafen zu warten.
Auch das Hinterland gehört zur Gemeinde. In Camacha haben Korbflechter eine lange Tradition, und im grünen Hochland von Santo António da Serra liegt der Golfplatz Santo da Serra. Beides und die übrigen Ziele im Osten finden Sie unter Madeiras Ostküste.
Praktische Tipps
Der perfekte Tag: Vormittags Markt und Kirche, mittags Baden an der Praia das Palmeiras, nachmittags weiter nach Garajau zum Cristo Rei. Mit dem Auto sind das nur wenige Minuten. Wie Sie ohne Auto hinkommen, lesen Sie unter Unterwegs auf Madeira.
Badeschuhe einpacken: Der Strand besteht aus runden Kieseln, und der Einstieg ins Meer kann rutschig sein. Mit Wasserschuhen ist es deutlich angenehmer. Was sonst ins Gepäck gehört, steht in der Madeira Packliste.
Übernachten: Santa Cruz ist eine gute Basis für alle, die ruhig wohnen, schnell am Flughafen sein und den Osten erkunden wollen. Die Gemeinde erhebt seit 2017 eine Touristensteuer von 2 € pro Nacht.
Flugzeuge beobachten: Von der Promenade und den Hängen oberhalb der Stadt sehen Sie die Maschinen im Landeanflug. Für viele Besucher ist das ein kleines Erlebnis für sich.
Mein Fazit
Für mich ist Santa Cruz ideal für einen entspannten Tag mit Baden, Aussicht und lokalem Flair. Die Badeanlagen am Meer, der lebendige Markt und der stille Moment am Cristo Rei zeigen ein Madeira, das ohne große Inszenierung auskommt.
Santa Cruz passt zu Ihnen, wenn Sie ruhige Badetage, lokales Leben und kurze Wege zum Flughafen schätzen, etwa mit Familie oder am Anfang und Ende Ihrer Reise.
Eher nicht, wenn Sie Nachtleben, große Museen und eine Auswahl an Restaurants suchen. Dann wohnen Sie besser in Funchal.
Häufige Fragen zu Santa Cruz
Wie weit ist Santa Cruz vom Flughafen entfernt?
Nur wenige Minuten. Der Flughafen liegt in der Gemeinde Santa Cruz, direkt östlich der Stadt.
Gibt es in Santa Cruz einen Sandstrand?
Nein, die Praia das Palmeiras ist ein Kiesstrand. Dafür gibt es Meerwasserpools und einen Steg mit Leiter ins Meer. Den nächsten Sandstrand finden Sie im benachbarten Machico.
Gehört der Cristo Rei zu Santa Cruz?
Ja. Die Statue steht in Garajau im Ortsteil Caniço, der zur Gemeinde Santa Cruz gehört. Von der Stadt Santa Cruz sind es rund 15 Minuten mit dem Auto.
Wann hat der Aquaparque geöffnet?
In der Regel von Juni bis September. Prüfen Sie Zeiten und Preise vor dem Besuch auf der Website des Parks.
Stand: Oktober 2026