Madeiras Westküste

Madeiras Westküste: Bananenterrassen, Kieselstrände und kleine Orte am Meer
Ribeira Brava (Madeira) – Westlich von Funchal beginnt der sonnigste Teil Madeiras. Zur Westküste zählen die drei Kreise Ribeira Brava, Ponta do Sol und Calheta, zusammen rund 32.000 Einwohner. Steile Terrassen mit Bananen und Wein ziehen sich die Hänge hinauf, unten liegen kleine Orte mit Kieselstränden. In Calheta gibt es sogar einen hellen Sandstrand.
Die Westküste auf einen Blick
Wo: Südwesten Madeiras, von Ribeira Brava bis Ponta do Pargo
Kreise: Ribeira Brava (12.680 Einwohner), Calheta (10.915), Ponta do Sol (8.360), Zensus 2021
Bekannt für: Sonne, Bananenterrassen, Kieselstrände, Sandstrand von Calheta, Surfspots, Sonnenuntergang an der Ponta do Pargo
Orte: Ribeira Brava, Ponta do Sol, Madalena do Mar, Calheta, Jardim do Mar, Paul do Mar, Prazeres, Ponta do Pargo
Anreise: Mietwagen oder Rodoeste-Busse ab Funchal
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Was macht die Westküste aus?
Der Südwesten liegt im Windschatten der Berge und bekommt mehr Sonne als der Rest der Insel. Ponta do Sol gilt als der sonnigste und wärmste Kreis Madeiras. Das Klima prägt die Landschaft: Auf den Terrassen wachsen Bananen, Süßkartoffeln, Gemüse, tropische Früchte und Wein.
Die Orte selbst sind klein und ruhig. Viele liegen am Ausgang eines tiefen Tals, eingeklemmt zwischen Klippen und Meer. Statt großer Hotelanlagen finden Sie hier Fischerdörfer, alte Kirchen und Promenaden, an denen das Leben der Einheimischen weiterläuft. Calheta hat zudem eine lange Fischereitradition und einen Ruf bei Surfern.
Ribeira Brava: Promenade und Kirche São Bento
Ribeira Brava ist der größte Ort der Westküste und für viele der erste Halt. Im Zentrum steht die Kirche São Bento. Sie begann im 15. Jahrhundert als kleine Kapelle und wurde im 16. Jahrhundert neu gebaut. Sie gilt als eine der ältesten Landkirchen der Diözese Funchal und zeigt flämische Tafelbilder, Silberarbeiten aus dem 16. und 17. Jahrhundert und einen vergoldeten Altar aus dem 18. Jahrhundert.
Über die palmengesäumte Promenade am dunklen Strand zu schlendern und dabei zur weißen Kirche hinaufzuschauen, fühlt sich für mich ruhig und ganz alltäglich an. Das Rauschen der Wellen, die entspannten Cafés und die gelassene Stimmung geben mir ein warmes Gefühl für das Madeira der Einheimischen. Mehr über den Ort lesen Sie auf unserer Seite zu Ribeira Brava.
Die Orte entlang der Küste
Ponta do Sol: Der Sonnenort mit Kieselstrand, bunter Uferfront und einem Pier von 1849, der bei Sonnenuntergang am schönsten ist. Alles dazu unter Ponta do Sol.
Madalena do Mar: Ein kleines Dorf mitten in den Bananenplantagen, nur wenige Minuten westlich von Ponta do Sol. Mehr unter Madalena do Mar.
Calheta: Der Hauptort des Westens mit Marina und einem der wenigen hellen Sandstrände Madeiras. Der Sand wurde aus Nordafrika herbeigeschafft. Mehr unter Calheta und Strand von Calheta.
Jardim do Mar und Paul do Mar: Zwei Dörfer direkt am Meer, unterhalb steiler Felswände. Beide sind bei Surfern bekannt. Mehr unter Jardim do Mar, Paul do Mar und Surfen auf Madeira.
Prazeres und Ponta do Pargo: Ruhige Orte auf der Hochebene über der Küste. An der Ponta do Pargo steht seit 1922 ein Leuchtturm, der Aussichtspunkt liegt auf rund 290 Metern über dem Meer am westlichsten Kap der Insel. Mehr unter Prazeres und Ponta do Pargo.
Achadas da Cruz: Am Übergang zur Nordküste führt eine sehr steile Seilbahn hinunter an die Küste. Mehr unter Achadas da Cruz.
Die Fahrt entlang der Westküste
Am schönsten erleben Sie den Westen mit dem Auto. Die Straße führt vorbei an steilen grünen Terrassen und schwarzen Stränden bis zum goldenen Sand von Calheta, dazwischen liegen stille kleine Dörfer. Für mich fühlt sich diese Fahrt nach purer Freiheit an. Die offenen Ausblicke, die helle Sonne und die kleinen Orte am Weg machen gleichzeitig glücklich, abenteuerlustig und tief entspannt.
Wer mehr Zeit hat, fährt ins Hochland hinauf. Auf der Hochebene Paul da Serra beginnen bei Rabaçal einige der beliebtesten Wanderungen der Insel, allen voran die Levada das 25 Fontes (PR 6). Wer von Funchal kommt, kann unterwegs am Cabo Girão halten.
Baden an der Westküste
Die meisten Strände im Westen bestehen aus dunklen Kieseln, so in Ribeira Brava, Ponta do Sol und Madalena do Mar. Dank der Sonne und der geschützten Buchten ist das Wasser hier oft ruhiger als im Norden. Wer weichen Sand sucht, fährt nach Calheta. Einen Überblick über alle Badeplätze der Insel finden Sie unter Baden und Strände auf Madeira.
Praktische Tipps
Mit dem Mietwagen: Für die Westküste ist ein Auto ideal, weil Sie so die kleinen Dörfer abseits der Schnellstraße erreichen. Tipps zur Anmietung finden Sie unter Mietwagen auf Madeira.
Mit dem Bus: Die Orte im Westen bedient die Gesellschaft Rodoeste ab Funchal. Auf manchen Strecken gibt es nur wenige Fahrten am Tag, planen Sie den Rückweg also vorher. Linien und Fahrpläne erklären wir unter Rodoeste-Busse auf Madeira.
Übernachten: Als Basis für den Westen bietet sich Calheta an. Unsere Empfehlungen finden Sie unter Hotels in Calheta.
Meine Empfehlung: Fahren Sie die Küste von Ost nach West und lassen Sie sich Zeit für Abstecher in die kleinen Dörfer. Den Tag beenden Sie am besten mit dem Sonnenuntergang auf dem Pier von Ponta do Sol oder an der Ponta do Pargo.
Mein Fazit
Die Westküste ist für mich das sonnige, entspannte Gesicht Madeiras. Der Spaziergang an der Promenade von Ribeira Brava und die Fahrt vorbei an Terrassen und Stränden bis Calheta sind die Momente, in denen ich mich hier am freiesten fühle.
Passt zu Ihnen, wenn Sie Sonne, ruhige Küstenorte, Roadtrips und Wanderungen im Hochland verbinden möchten.
Eher nicht, wenn Sie raue Brandung und dramatische Felsküste suchen. Die finden Sie im Norden Madeiras, etwa in Porto Moniz.
Häufige Fragen zur Westküste
Welche Orte gehören zur Westküste Madeiras?
Die Kreise Ribeira Brava, Ponta do Sol und Calheta, mit Orten wie Madalena do Mar, Jardim do Mar, Paul do Mar, Prazeres und Ponta do Pargo.
Gibt es an der Westküste Sandstrände?
Ja, in Calheta, mit Sand aus Nordafrika. Die übrigen Strände bestehen meist aus dunklen Kieseln.
Ist die Westküste sonniger als der Rest der Insel?
Ja, der Südwesten gilt als sonnigster Teil Madeiras, allen voran Ponta do Sol.
Wo sieht man an der Westküste den Sonnenuntergang am besten?
Beliebt sind der Pier von Ponta do Sol und der Leuchtturm an der Ponta do Pargo am westlichsten Kap der Insel.
Kommt man ohne Auto an die Westküste?
Ja, mit den Bussen der Gesellschaft Rodoeste ab Funchal. Für Abstecher in die kleinen Dörfer ist ein Mietwagen aber deutlich praktischer.
Stand: Oktober 2026