Seixal auf Madeira

Seixal liegt an der wilden Nordküste Madeiras, rund 41 km von Funchal, zwischen São Vicente und Porto Moniz. Das Dorf hat einen der wenigen Naturstrände der Insel mit schwarzem Sand, dazu zwei frei zugängliche Naturschwimmbecken im Lavagestein. Gleich östlich liegt der Aussichtspunkt Véu da Noiva mit dem Wasserfall, der direkt ins Meer stürzt. In den Lokalen am Wasser gibt es frischen Fisch. Am besten erreichen Sie Seixal mit dem Mietwagen in etwa einer Stunde; Busse fahren nur wenige Male am Tag. Zum Baden eignet sich Seixal an ruhigen Sommertagen, Rettungsschwimmer gibt es keine.
Seixal auf Madeira: schwarzer Strand an der wilden Nordküste
Seixal (Madeira) – An der Nordküste, zwischen São Vicente und Porto Moniz, liegt eines der wenigen Dörfer der Insel mit echtem Naturstrand. Der Sand ist schwarz, die Hänge dahinter steigen fast senkrecht auf. Seixal hat rund 600 Einwohner, die vor allem von Landwirtschaft und Wein auf schmalen Terrassen leben. Neben dem Strand gibt es zwei Naturschwimmbecken im Lavagestein und Fischlokale direkt an der Küste.
Seixal auf einen Blick
Wo: Nordwestküste Madeiras, Gemeinde Porto Moniz, rund 41 km von Funchal
Anfahrt: Mit dem Auto über die Schnellstraße Ribeira Brava – São Vicente, etwa eine Stunde ab Flughafen; Bus der SIGA-Linie Funchal – Porto Moniz (wenige Fahrten pro Tag)
Eintritt: Strand und Naturschwimmbecken frei; kleiner kostenloser Parkplatz am Hafen
Baden: Juni bis Oktober am angenehmsten; kein Rettungsschwimmer am Strand
Einwohner: 612 (Zensus 2021)
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Was ist Seixal?
Seixal gehört zum Kreis Porto Moniz und wurde schon im 15. Jahrhundert von den ersten Siedlern Madeiras bewohnt. Lange war das Dorf nur übers Meer oder über steile Pfade erreichbar. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Küstenstraße nach São Vicente gebaut, heute führt die Schnellstraße ER-101 in Tunneln vorbei.
Oberhalb des Ortes ziehen sich Weinterrassen den Hang hinauf. Dahinter beginnt das Tal von Chão da Ribeira, das am Rand des Lorbeerwaldes liegt, der als UNESCO-Weltnaturerbe geschützt ist. Unten am Wasser zählt nur das Meer, und das ist an dieser Küste selten ruhig.
Der Strand am Hafen: Praia do Porto do Seixal
Der Strand ist erst vor einigen Jahren neben dem kleinen Schutzhafen entstanden, auf natürliche Weise. Heute ist er das Motiv, mit dem Madeira auf Plakaten und in Prospekten wirbt: dunkler Sand, ein Wasserfall in der Felswand und dahinter die grünen Berge wie ein Amphitheater. Visit Madeira berichtet, dass European Best Destinations ihn zum drittbesten Strand Europas gewählt hat.
Es gibt Duschen, Toiletten, eine Bar und einen Kajakverleih. Bodyboarder und Stand-up-Paddler sind hier das ganze Jahr unterwegs. Das Wasser ist kalt und klar, und an Tagen mit Nordwind brechen die Wellen kräftig.
Wer hier steht, merkt schnell, warum man länger bleibt als geplant. Der Wind kommt immer von der See. Hinter Ihnen steigen die Hänge so steil auf, als wolle die Insel Sie zurück ins Wasser schieben, und außer dem Rollen der Wellen ist es still.
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Baden, Essen, Parken: so klappt der Besuch
Naturschwimmbecken: Seixal hat zwei Becken im Lavagestein, eines direkt beim Clube Naval am Hafen, frei zugänglich. Sie sind weniger bekannt als die Pools in Porto Moniz, aber ähnlich spektakulär gelegen. Bei hohem Seegang schwappt der Atlantik über die Mauern, dann lieber nur zuschauen.
Fisch essen: In Seixal kann man gut Fisch essen, frisch und ohne viel Aufwand zubereitet. Typisch für Madeira sind gegrillter Degenfisch (espada), Napfschnecken (lapas) mit Knoblauchbutter und dazu Bolo do Caco. Meine Empfehlung: [PERSÖNLICH: Name des Lokals und was Sie dort gegessen haben].
Parken: Der Parkplatz am Hafen ist kostenlos, aber klein. Im Sommer und am Wochenende stellen Sie das Auto besser oben im Ort ab und laufen die paar Minuten hinunter.
Sicherheit: Am Strand gibt es keinen Rettungsschwimmer. Die Felsen sind rutschig, und Strömungen können stark sein. Badeschuhe helfen auf Kies und Lavastein.
Rund um Seixal: Wasserfall, Tal und Nachmittagslicht
Östlich des Ortes liegt der Aussichtspunkt Véu da Noiva. Der „Brautschleier“ stürzt von der Steilwand direkt ins Meer. Seit die alte Küstenstraße gesperrt ist, sehen Sie ihn nur noch von dieser Plattform aus.
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Die alte Küstenstraße zwischen Seixal und São Vicente war lange die einzige Verbindung an diesem Teil der Nordküste. Sie klebt direkt an der Steilwand, führt durch kurze Felstunnel und unter Wasserfällen hindurch. Wegen Steinschlag ist sie für Autos inzwischen gesperrt. Ein Teil lässt sich noch zu Fuß gehen, und gerade dort bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie abgeschnitten Seixal früher war. Achten Sie auf Absperrungen und Warnschilder vor Ort, und gehen Sie nach Regen lieber nicht unter den Hang.
Bergwärts führt eine schmale Straße ins Tal von Chão da Ribeira, mit Gemüsefeldern, Wald und deutlich weniger Besuchern als unten am Strand.
Am Nachmittag, wenn die Sonne tiefer steht, färbt sich das Wasser vor Seixal dunkler. Die wenigen Menschen, die dann noch da sind, sitzen auf den Felsen und schauen einfach. Das ist die beste Zeit für Fotos, weil das Licht seitlich über die Hänge fällt.
Praktische Tipps
Mit dem Bus: Die SIGA-Linie Funchal – Porto Moniz über São Vicente hält in Seixal, fährt aber nur wenige Male am Tag und braucht gut zwei Stunden. Für einen Tagesausflug ist das knapp; mit Mietwagen sind Sie deutlich flexibler. [bitte prüfen: neue SIGA-Liniennummer, früher 139]
Kombinieren: Seixal liegt auf halbem Weg zwischen den Lavapools von [LINK SPÄTER: Porto Moniz] und den Grotten von [LINK SPÄTER: São Vicente]. Alle drei Orte passen gut in einen Tag an der Nordküste.
Andere Strände: Wer ruhigeres Wasser oder hellen Sand sucht, findet in unserem Überblick über die Strände auf Madeira Alternativen an der Südküste.
Mein Fazit
Ich bin in Seixal länger geblieben, als ich vorhatte. Dieser Ort ist nicht für Durchreisende gemacht, auch wenn die meisten genau so hier ankommen. Er bleibt einem, auch wenn man schon wieder im Auto sitzt und die Straße weiter nach Westen fährt.
Seixal passt zu Ihnen, wenn Sie wilde Küste, schwarzen Sand und ein einfaches Fischessen mögen und mit dem Auto die Nordküste erkunden.
Eher nicht, wenn Sie einen ruhigen Badestrand mit Liegen und Aufsicht suchen. Dann sind die Sandstrände im Süden die bessere Wahl, siehe Strände auf Madeira.
Häufige Fragen zu Seixal
Hat Seixal einen echten Sandstrand?
Ja. Der Strand am Hafen ist einer der wenigen Naturstrände Madeiras mit Sand, und der ist vulkanisch schwarz. Die meisten anderen Strände der Insel bestehen aus Kies oder importiertem Sand.
Kostet der Strand oder das Naturschwimmbecken Eintritt?
Nein, beide sind frei zugänglich. Auch der kleine Parkplatz am Hafen ist kostenlos.
Kann man in Seixal sicher baden?
An ruhigen Tagen ja, vor allem im Naturschwimmbecken. Am offenen Strand gibt es keinen Rettungsschwimmer, und bei Nordwind wird die See schnell rau.
Wie weit ist Seixal von Funchal entfernt?
Rund 41 km. Mit dem Auto sind Sie über Ribeira Brava und den Tunnel nach São Vicente in etwa 45 bis 60 Minuten dort, mit dem Bus gut zwei Stunden.
Stand: Oktober 2026