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Monte Palace Tropical Garden in Funchal

Monte Palace Tropical Garden: Koi-Teiche, Pagoden und Blick auf Funchal

Blick hinunter auf die Bucht von Funchal
Blick hinunter auf die Bucht von Funchal: Von den Hängen bei Monte liegt die Stadt zu Ihren Füßen.

Monte (Madeira) – Hoch über Funchal liegt einer der bekanntesten Gärten der Insel. Der Monte Palace Tropical Garden erstreckt sich über rund 70.000 Quadratmeter Hang im Ortsteil Monte, etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Pflanzen aus mehreren Kontinenten wachsen hier rund um große Teiche mit Koi-Karpfen, dazu kommen zwei asiatische Gärten, Azulejo-Bilder aus vier Jahrhunderten und ein Museum. Die meisten Besucher kommen mit der Seilbahn herauf.

Monte Palace Tropical Garden auf einen Blick

Wo: Caminho do Monte 174, Monte, oberhalb von Funchal

Geöffnet: täglich außer am 25. Dezember; Garten laut Visit Madeira 9 bis 19 Uhr, das Museum kürzer (Stand Oktober 2026)

Eintritt: 15 € für Erwachsene, Kinder unter 15 Jahren in Begleitung Erwachsener frei (Stand 2026)

Anreise: Seilbahn ab der Altstadt, Stadtbusse 20, 21, 22 und 48, Taxi oder Auto

Zeitbedarf: zwei bis drei Stunden für Garten und Museum

Zu sehen: Tropenpflanzen, Palmfarne, Koi-Teiche, japanischer und chinesischer Garten, Azulejos, afrikanische Skulpturen, Mineraliensammlung

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Vom Landsitz zum Hotel zum Garten

Die Geschichte des Anwesens reicht ins 18. Jahrhundert zurück. Damals legte der britische Konsul Charles Murray hier einen Landsitz an. 1897 kaufte Alfredo Guilherme Rodrigues das Gelände und ließ einen Palast bauen, angeblich inspiriert von den Burgen am Rhein. Daraus wurde später das Monte Palace Hotel, das um die Mitte des 20. Jahrhunderts schloss.

1987 kaufte der Unternehmer José Berardo das verlassene Anwesen. Er ließ den Garten neu bepflanzen und mit Kunst aus aller Welt ausstatten. Heute führt ihn eine gemeinnützige Stiftung. Den Palast selbst können Sie nicht besichtigen, wohl aber den Garten und das Museum.

Tropische Pflanzenwelt und der zentrale See

Blühende Blumen auf Madeira
Blumen auf Madeira: Im milden Klima blüht es auf der Insel das ganze Jahr.

Der Garten ist steil angelegt, schmale Wege führen in Serpentinen zwischen Palmen, Baumfarnen, Proteen und Azaleen hinunter. Besonders stolz ist man auf die Sammlung von Palmfarnen. Diese Pflanzen gelten als lebende Fossilien, ihre Vorfahren wuchsen schon zur Zeit der Dinosaurier. Eine eigene Ecke zeigt die heimische Flora Madeiras, darunter Arten aus dem Lorbeerwald.

Ich bin durch das dichte Grün gewandert, vorbei an uralten Palmfarnen, bunten Orchideen, Proteen und hohen Palmen, während überall Wasserfälle und Brunnen rauschten. Es fühlte sich an wie ein friedlicher botanischer Traum. Am zentralen See mit seiner Fontäne und dem Palast im Hintergrund wurde ich ganz von selbst langsamer und habe tiefer durchgeatmet.

Die asiatischen Gärten mit ihren Koi-Teichen

Zwei Bereiche sind von Japan und China inspiriert. Rote Brücken spannen sich über Teiche, Pagoden und Steinlaternen stehen zwischen Bambus, und im klaren Wasser ziehen große, bunte Koi ihre Bahnen. Buddha-Figuren und Wappen aus Stein ergänzen das Bild.

Diese Ecke hat mich am meisten zur Ruhe gebracht. Das leise Rascheln des Bambus, das sanfte Plätschern des Wassers und diese unerwartete asiatische Gelassenheit hoch über Funchal haben mich entspannt und ein Stück weit in eine andere Welt versetzt.

Aussichtspunkte, Azulejos und afrikanische Kunst

Entlang der Wege hängen Fliesenbilder aus dem 17. bis 20. Jahrhundert, viele stammen aus Palästen, Kirchen und Häusern auf dem portugiesischen Festland. Ein langer Azulejo-Fries erzählt die Geschichte Portugals. Im Museum zeigt die Sammlung „Paixão Africana“ Steinskulpturen aus Simbabwe, ein Stockwerk tiefer funkeln unter dem Titel „Segredos da Mãe Natureza“ Mineralien und Edelsteine.

An den Aussichtspunkten habe ich innegehalten und auf die Bucht von Funchal und den Atlantik geschaut. Dazwischen tauchten afrikanische Skulpturen, alte Fliesenbilder und zwischen den Pflanzen Pfauen und Flamingos auf. Diese Mischung aus Natur, Kunst und weitem Meerblick hat den Besuch für mich reich und inspirierend gemacht, und sie hat mich immer wieder staunen lassen.

So kommen Sie hinauf

Seilbahn von Funchal nach Monte
Die Seilbahn von Funchal: In rund einer Viertelstunde schweben Sie über die Dächer hinauf nach Monte.

Mit der Seilbahn: Die Talstation liegt am Rand der Altstadt von Funchal nahe der Uferpromenade. Die Fahrt dauert etwa 15 Minuten, von der Bergstation sind es nur wenige Schritte zum Garteneingang. Preise und Zeiten finden Sie auf unserer Seite zur Seilbahn Funchal.

Mit dem Stadtbus: Die Linien 20, 21, 22 und 48 fahren hinauf nach Monte. Das ist die günstigste Variante und eine gute Idee für die Rückfahrt. Mehr dazu unter Busse in Funchal.

Stadtbus in Funchal
Hilfreich für die steilen Hänge: Die Stadtbusse von Funchal fahren auch hinauf nach Monte.

Mit Auto oder Taxi: Die Straße nach Monte ist steil und kurvig. Nahe dem Eingang gibt es einen Parkplatz, an vollen Tagen wird es dort aber eng.

Was Sie in Monte noch verbinden können

Gleich neben dem Garten steht die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte, in der der letzte österreichische Kaiser Karl I. begraben liegt. Unterhalb der Kirche starten die Korbschlitten, mit denen Sie auf zwei Männern als „Bremse“ die Straße hinunterrutschen. Alles über den Ortsteil lesen Sie auf unserer Seite zu Monte.

Wer nach dem Monte Palace noch Lust auf Pflanzen hat, nimmt die zweite Seilbahn von Monte hinüber zum Botanischen Garten. Dort steht stärker die wissenschaftliche Sammlung im Mittelpunkt, der Monte Palace ist eher Landschaftsgarten mit Kunst. Weitere Ziele finden Sie unter Funchal Sehenswürdigkeiten.

Praktische Tipps für Ihren Besuch

Früh kommen: Gegen Mittag bringen Ausflugsgruppen und Kreuzfahrtgäste die Seilbahn an ihre Grenzen. Am Vormittag sind die Wege leerer und das Licht über der Bucht ist klarer.

Feste Schuhe anziehen: Der Garten liegt am Hang. Es geht viel bergab und auf dem Rückweg entsprechend wieder bergauf, teils über Stufen und glatte Steine.

Eine Jacke einpacken: Monte liegt deutlich höher als die Innenstadt. Wenn unten in Funchal die Sonne scheint, können hier oben schon Wolken hängen, und es ist spürbar kühler.

Ruhig sitzen: Meine Empfehlung: Planen Sie im asiatischen Teil eine Pause auf einer Bank am Teich ein. Dort habe ich die Ruhe des Gartens am stärksten gespürt.

Mein Fazit

Der Monte Palace hat mich vor allem durch seine Ruhe überzeugt: das Rauschen der Wasserfälle im Grün, die Stille an den Koi-Teichen und dann plötzlich der weite Blick hinunter aufs Meer. Ich bin entspannter wieder hinuntergefahren, als ich hinaufgekommen bin.

Der Monte Palace passt zu Ihnen, wenn Sie Gärten, Wasser und Ruhe mögen und dazu gern Kunst entdecken. Mit der Seilbahn verbunden, wird daraus ein schöner halber Tag.

Eher nicht, wenn Sie schlecht zu Fuß sind, denn die Wege sind steil. Dann bleiben Sie lieber in der Stadt und besuchen die Markthalle von Funchal mit ihren Blumenständen.

Häufige Fragen zum Monte Palace Tropical Garden

Was kostet der Eintritt?

Erwachsene zahlen 15 €. Kinder unter 15 Jahren kommen in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos hinein (Stand 2026).

Wie lange sollte ich einplanen?

Für Garten und Museum zwei bis drei Stunden. Mit Seilbahnfahrt, Kirche und Korbschlitten wird daraus leicht ein halber Tag.

Ist der Garten für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet?

Nur eingeschränkt. Der Garten liegt an einem steilen Hang mit vielen Stufen und Gefällen, mit Kinderwagen kommen Sie nur auf einen Teil der Wege.

Was ist der Unterschied zum Botanischen Garten?

Der Botanische Garten ist eine wissenschaftliche Pflanzensammlung mit klar geordneten Beeten. Der Monte Palace ist ein Landschaftsgarten mit Teichen, asiatischen Gärten, Azulejos und Kunst. Beide sind durch eine Seilbahn verbunden.

Stand: Oktober 2026